2018

15.01.2018 - Edwin Hawkins (The Edwin Hawkins Singers)
Der Gospelsong "Oh Happy Day" hat ihn weltberühmt gemacht: US-Sänger Edwin Hawkins ist im Alter von 74 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Hawkins gilt als Mitbegründer der modernen Gospelmusik und war auch in der Popwelt erfolgreich.
Als er in den späten 1960er-Jahren mit seinem damaligen Gospelchor erstmals "Oh Happy Day" aufnahm, ahnte Hawkins nicht, was er damit auslösen sollte. Der Song war auf einem Album, das für Kirchengemeinden gedacht war. Doch Radiosender in San Francisco begannen damit, das von Hawkins modern arrangierte Kirchenlied aus dem 18. Jahrhundert regelmäßig zu spielen. Daraufhin wurde das Lied als Single ausgekoppelt und wurde 1969 ein Welthit. "Oh Happy Day" erreichte Spitzenplätze in den R&B-Charts sowie der Pop-Hitparade in den USA. Weltweit wurden mehr als sieben Millionen Singles verkauft. Das Lied entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem modernen globalen Kirchenlied.
Zusammen mit Andraé Crouch, James Cleveland und einigen anderen gilt Hawkins als einer der Begründer der modernen Gospelmusik. Er war Wegbereiter für die Karrieren von Aretha Franklin, Sam Cooke und anderen Soulmusikern. Auch sie wurden Weltstars, indem sie Gospelmusik mit Poptexten verbanden.
1970 gewann Hawkins für die beste Gospeldarbietung seinen ersten Grammy. Ex-Beatle George Harrison bezeichnete "Oh Happy Day" als eine Inspiration für seinen Nummer-1-Erfolg "My Sweet Lord". Stars wie Elvis Presley und Glen Campbell nahmen eigene Versionen von "Oh Happy Day" auf.
Insgesamt bekam Hawkins in seiner Karriere vier Grammys - zuletzt 2007 für die Songs "Every Man Wants to Be Free" und "Wonderful". Darüberhinaus wurde er 19 Mal für den wohl wichtigsten Musikpreis nominiert.
Quelle: ARD-Kultur
15.01.2018 - Dolores O´Riordan (Cranberries)
Trauer um Dolores O'Riordan: Die als Frontfrau der irischen Rockgruppe The Cranberries bekannt gewordene Sängerin ist tot. Die Band hatte in den 90er Jahren mit "Zombie" einen Riesenhit.
Songs wie "Zombie", "Linger" und "Dreams" machte die irische Band aus Limerick zu Weltstars. Mehr als 40 Millionen Platten verkauften The Cranberries weltweit. Jetzt ist Dolores O'Riordan tot.
Wie die britische Nachrichtenagentur PA am Montag unter Berufung auf O'Riordans Management berichtete, ist die Sängerin im Alter von 46 Jahren in London gestorben.
Ihr Tod kam völlig überraschend, erklärte ihre Sprecherin Lindsey Holmes dem "Limerick Leader". Die Sängerin hielt sich in der britischen Hauptstadt für Aufnahmen im Studio auf. Die genaue Todesursache ist derzeit noch nicht bekannt. 
Dolores O'Riordan hinterlässt vier Kinder, Taylor, Molly, Dakota Rain sowie Stiefsohn Donny. Die Angehörigen seien "am Boden zerstört". Die Familie bat um Beachtung der Privatsphäre.
04.01.2018 - Ray Thomas (The Moody Blues)
Moody Blues Sänger Ray Thomas im Alter von 76 Jahren verstorben.
Die englische Rocklegende verstarb am 4. Januar, in seinem Haus in Surrey an Prostatakrebs.
Sein Plattenlabel hat eine Erklärung veröffentlicht, die seinen Tod bestätigt.
In einer Erklärung heisst es: "Mit tiefer Trauer bedauern wir, dass Cherry Red Records und Esoteric Recordings den Tod von Ray Thomas, Gründungsmitglied, Flötist und Sänger der Moody Blues, bekannt geben zu müssen.
"Wir sind zutiefst geschockt von seinem Tod und werden seine Wärme, seinen Humor und seine Freundlichkeit vermissen. Es war ein Privileg, mit ihm befreundet zu sein und mit ihm zu arbeiten. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie und seiner Frau Lee“.
Ray Thomas zog sich auf Grund seiner Krankheit 1999 aus der Band zurück. 
Im Jahr 2014 bestätigte er, dass er mit Prostatakrebs diagnostiziert wurde.
The Moody Blues feierten internationale Erfolge mit Hit-Singles wie "Go Now" und "Question" und natürlich mit „Nights In White Satin“.
Die Gruppe wurde mit 18 Platin- und Goldschallplatten ausgezeichnet und verkaufte weltweit 70 Millionen Alben. 
Im Jahr 1964 wurde die Band von Thomas gemeinsam mit  Mike Pinder und Denny Laine gegründet.
Moody Blues sollen im April dieses Jahres in die Rock'n'Roll Hall of Fame aufgenommen werden.
Quelle: Daily Mail & RP-Online

07.01.2018 - France Gall
Die französische Sängerin, vor allem bekannt durch ihr Lied «Ella, elle l’a», ist im Alter von 70 Jahren gestorben.
Die französische Sängerin France Gall, die im Ausland vor allem durch ihr Lied «Ella, elle l’a» bekannt wurde, ist tot. Sie starb im Alter von 70 Jahren in Paris, wie Galls Kommunikationsbeauftragte Geneviève Salama der französischen Nachrichtenagentur AFP in einer Erklärung mitteilte. 
Geboren 1947 in Paris als Tochter von Robert Gall, der Chansons für Edith Piaf und Charles Aznavour schrieb, begann sie mit 16 Jahren zu singen und trat unter anderem im Vorprogramm von Sacha Distel auf. Sie hatte in Frankreich bereits Millionen von Platten verlauft, als sie im Jahr 1965 für Luxemburg beim Grand Prix Eurovision de la Chanson, dem heutigen Eurovision Song Contest (ESC) antrat. Sie sang das Lied «Poupée de cire, poupée de son» von Serge Gainsbourg an – und gewann.

1966 verließ sie Frankreich, um in Deutschland auf deutsch zu singen – unter anderem «Zwei Apfelsinen im Haar», für das sie 1968 eine Goldene Schallplatte bekam. Ihren grössten internationalen Erfolg, auch in Deutschland, feierte sie allerdings nach längerer Pause im Jahr 1988 auf Französisch: Mit «Ella elle l’a», einer Hommage an die Jazzsängerin Ella Fitzgerald.
Ihr letztes Studioalbum veröffentlichte sie 1995, danach verschwand sie weitgehend aus der Öffentlichkeit. Nun ist France Gall in ihrer Heimatstadt Paris gestorben.

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