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The Faces
Im Juni 1969 wird aus den übriggebliebenen Mitgliedern der Small Faces und der Jeff Beck Group die Formation The Faces. Die Besetzung: Rod Stewart, Ron Wood, Ronnie Lane, Ian McLagan und Kenny Jones. Sänger Rod Stewart wird schnell der Star der Gruppe und hat schon während der Zeit bei den Faces Solo-Erfolge. Stay With Me wird im Dezember 1971 der erste Top-10-Erfolg der Band. Es sollen noch zwei weitere folgen. Im Mai 1973 verlässt Ronnie Lane die Gruppe. Für ihn kommt der Japaner Tetsu Yamauchi der vorher bei Free gespielt hat. 1975 geht auch Rod Stewart; Jones und McLagan versuchen die Small Faces zu reformieren. Sie gewinnen dafür sogar den ursprünglichen Sänger Steve Marriott. Erfolge gelingen nicht mehr und Kenny Jones wird 1979 Drummer bei The Who, für den verstorbenen Keith Moon.

The Family Dogg

Die Idee für dieses Projekt wird im Sommer 1965 geboren, als sich die beiden britischen Musiker Albert Hammond und Steve Rowland als Sänger der spanischen Gruppen Diamond Boys und Los Flaps bei einem Konzert in Madrid treffen. 1966 wird dann zusammen mit Mike Hazelwood und der Sängerin Christine Holmes die Gruppe The Family Dogg gegründet, die vor allem durch ihren Harmoniegesang besticht. 1969 erscheint das Album "A Way of Life", deren Titelsong sich im Juli 1969 bis auf Platz 6 der britischen Charts platzieren kann. Die Led Zeppelin-Mitglieder Jimmy Page und John Paul Jones haben auf dieser LP als Gastmusiker mitgewirkt. Mit der Rare Bird-Komposition Sympathy gibt es im April 1970 einen Nr-2-Hit in der Niederländischen Hitparade. 1972 erscheint das letzte Album "View from Rowland's Head" mit Ireen Sheer als Sängerin und Chris Spedding als Gastgitarrist.

The Fantastics

Don Haywood, Jerome Ramos, John Cheatdome und Richi Pitts sind zunächst Mitglieder der Formation Velours aus Brooklyn, New York City, mit der sie Ende der 50er zwei kleinere Hits in den US-Charts platzieren können, danach aber wieder in der Versenkung verschwinden. Anfang der 70er tauchen sie als Fantastics wieder auf und haben im März 1971 mit Something Old, Something New einen Top-10-Hit in GB. Das Quartett ist wie die Drifters eine der vielen amerikanischen R&B-Gruppen, die von jungen, britischen Songschreibern und Produzenten wieder auf den Markt geholt werden. Cook, Greenway und Macauley produzieren die Formation. Ab 1972 beginnt das oben genannte Songschreiber- und Produzententeam für die Drifters zu arbeiten und das ist auch der mögliche Grund auf weitere Produktionen mit den Fantastics zu verzichten.

First Class

First Class ist zwar eine britische Popgruppe, dabei jedoch ein reines Studioprojekt.
Der Studiosänger Tony Burrows (*14. April 1942 in Exeter/Devon, England) nimmt wie so oft auch hier einen Song auf und veröffentlicht diesen unter einem Fantasienamen. Nachdem sich „Beach Baby“ (1974 USA Platz 4) auf vordere Hitparadenplätze schiebt, muss die Band auch für ein breites Publikum dargestellt werden können, und da kommt es zu der Zusammenkunft einiger bekannter Musiker für Fernsehauftritte.
Besonders erfolgreich ist die Platte in den USA. In Großbritannien reicht es nur für den einen Hit, in den USA kommen mit „Dreams Are Ten A Penny“ (in Europa von John Kincade weitaus erfolgreicher veröffentlicht) und „Funny How Love Can Be“ (im Original 1966 von Ivy League), noch zwei weitere Platten in die Charts.
Produzent von „Beach Baby“ ist der Gitarrist John Carter (Dreams Are Ten A Penny), der auch die Rechte an dem Gruppennamen hat und ihn immer mal wieder verwendet.
Tony Burrows ist die Leadstimme u. a. bei The Ivy League, The Flowerpot Men, White Plains, The Pipkins, Brotherhood of Man oder Edison Lighthouse.

Fleetwood Mac

Der Name der britisch-amerikanischen Musikgruppe Fleetwood Mac leitet sich von den Gründungsmitgliedern Mick Fleetwood und John McVie ab.
1967 gründen der Gitarrist Peter Green, Schlagzeuger Mick Fleetwood und John McVie die Band Peter Green´s Fleetwood Mac, nachdem die drei John Mayalls Bluesbreakers verlassen hatten. Das vierte Bandmitglied wird Jeremy Spencer.
Fleetwood Mac ist zu Beginn eine äußerst erfolgreiche Bluesband. Frühe Hits sind Oh Well, das Instrumental Albatross und Black Magic Woman (das allerdings erst durch die Adaption von Santana zum Welthit wird). 1969 verkauft Fleetwood Mac mit Peter Green mehr Schallplatten als die Beatles und die Rolling Stones. Mit dem damals 18-jährigen Danny Kirwan kommt Gitarrist Nummer drei in die Band.
Nach dem Weggang von Peter Green 1970 ändert sich der Musikstil der Band allmählich vom Blues hin zur Mainstream-Rock- und Popmusik.
Die Formation durchlebt etliche Personalwechsel. Bekannte Mitglieder sind die frühere Chicken Shack-Sängerin Christine McVie, sowie die Gitarristen Bob Welch und Rick Vito.
1974 verlässt Bob Welch die Gruppe. Als neuer Gitarrist wird Lindsey Buckingham angeheuert. Er bringt seine Freundin Stevie Nicks als Sängerin und Komponistin mit.
1975 erscheint das Album Fleetwood Mac, das sich sehr gut verkauft. 1977 folgt Rumors, das allein in den USA mit mehr als 19 Millionen verkauften Kopien eines der erfolgreichsten Alben der Musikgeschichte ist. Rumors gilt unter Fans als das "Krisen-Album" der Band, da es während der Entstehung unter anderem zum Bruch zwischen John McVie und seiner Frau Christine McVie kommt, und Stevie Nicks ihrem damaligen Freund Lindsey Buckingham den Laufpass gibt.
1979 erscheint das langersehnte Album Tusk, auf dem die Gruppe mit reduzierten Arrangements countrylastigen Balladen und deftige Rock´n Roll Songs veröffentlicht.
Später beginnen Buckingham, Nicks und Christine McVie Solo-Karrieren.
2002 finden sich John McVie, Fleetwood, Buckingham und Nicks wieder gemeinsam im Studio ein und nehmen das im April 2003 erschienene Album Say You Will auf.

Wayne Fontana & The Mindbenders

Wayne Fontana, der als Glyn Ellis am 28.10.45 in Manchester geboren wird, beginnt als 5jähriger in einer Skifflegroup und hat mit acht Jahren seine erste eigene Gruppe.
1963 erhalten Wayne Fontana & The Mindbenders von der Plattenfirma Fontana einen Vertrag. Ihre erste Single ist eine Coverversion des Fats Domino-Hits My Girl Josephine. Mit Um Um Um Um Um Um hat die Band im Oktober 1964 einen Nr.5-Hit in GB. Die zweite Single Game Of Love wird Nr.2 in England und Nr.1 in den USA. 1965 verlässt Wayne Fontana die Band um eine Solokarriere zu starten. Die Mindbenders in der Eric Stewart inzwischen den Leadgesang übernommen hat, haben 1966 mit A Groovy Kind Of Love einen weiteren Riesenhit. Nummer zwei in GB und in Amerika. 1967 dann die letzte Hitnotierung für die Mindbenders. Die letzte Besetzung der Band besteht aus dem Gründungsmitglied Eric Stewart, James O´Neil, Paul Hancock und Graham Goldman. Stewart und Goldman machen nach dem endgültigen Aus der Mindbenders als Hotlegs weiter aus denen später 10cc wird.

Foreigner

Die britisch-amerikanische Band Foreigner hat mit ihrem melodiös-melancholischen Hard-Rock-Sound Ende der 70er bis Mitte der 80er Jahre ihre größten Erfolge. Bis 2005 werden weltweit über 50 Millionen Platten verkauft.
Gegründet 1976 in New York von Ian McDonald (Gründungsmitglied von King Crimson), Mick Jones (Ex-Gitarrist von George Harrison, Peter Frampton und Spooky Tooth), Dennis Elliot, Al Greenwood und Lou Gramm.
Im März 1977 erscheint das Debütalbum Foreigner, das in den USA mehr als fünf Millionen Mal verkauft wird und die beiden Top-10-Singles „Feels Like the First Time“ und „Cold as Ice“ hervorbringt. Die ein Jahr später veröffentlichte LP Double Vision verkauft sich noch erfolgreicher.
1981, folgt das vierte Album mit dem Titel „4“, mit der die Band den endgültigen Durchbruch auch in Europa schafft. Die Songs „Juke Box Hero“, „Waiting for a Girl Like You“ und „Urgent“ sind weltweit in den Hitlisten erfolgreich.
Nach dreijähriger Schaffenspause meldet sich die Band 1984 mit dem Chartbreaker „I Want To Know What Love Is“ zurück. Die Single ist ein Nummer-eins-Hit und Millionseller in den USA und Großbritannien.
1987 kriselt es in der Band und die Zusammenarbeit zwischen Mick Jones und Lou Gramm endet.
Lou Gramm widmet sich seiner Solokarriere und veröffentlicht noch im selben Jahr sein Album Ready or Not.
Erst 1995 können sich Jones und Gramm wieder dazu überwinden, gemeinsam ins Studio zu gehen und neue Songs zu schreiben. Mr. Moonlight kann nicht mehr an die Erfolge der 70er und 80er anknüpfen, erhält aber dennoch bemerkenswerten Zuspruch. Nachdem Lou Gramm eine schwere Hirntumorerkrankung überstanden hatte und wieder erfolgreich mit Foreigner durch die USA getourt war, trennt er sich ein zweites Mal von der Band, um an seiner Solokarriere zu arbeiten.

Die letzte Besetzung von Foreigner:
Kelly Hanson (Gesang)
Jeff Pilson (Bass)
Tom Gimbel (Gitarre, Saxophon, Flöte)
Mick Jones (Gitarre)
Brian Tichy (Schlagzeug)
Michael Bluestein (Keyboard)

The Fortunes

1963 erhalten die Fortunes einen Plattenvertrag. Glen Dale, Rod Allen, Barry Prichard, David Carr und Andy Brown nehmen als erstes den Titel Summertime Summertime auf, eine Coverversion der Aufnahme der amerikanischen Gruppe The Jamies. Auch der zweite Single Caroline aus dem Jahr 1964 ist kein großer Erfolg, wird aber bekannt weil der britische Piratensender Radio Caroline diesen Titel als Erkennungsmelodie nutzt. Mitte 1965 kommt der größte Hit der Fortunes auf den Markt. You´ve Got Your Troubles wird Nr.2 in GB, Nr.7 in den USA und Nr.28 in Deutschland. Ein weiterer Top-10-Erfolg wird Here It Comes Again, Nr.4 in GB. Im Juni 1966 verlässt Dale die Band und wird durch Shel McRae ersetzt. Sechs Jahre dauert es bis zum nächsten Erfolg der Band. 1971 kommt der Titel Freedom Come Freedom Go in GB auf Platz sechs. Mit Storm In A Teacup haben die Fortunes ihren letzten Top-10-Hit in GB.

The Foundations

Eine international gemischte Gruppe sind The Foundations. Clem Curtis (Trinidad), Alan Warner, Peter Macbeth, Tim Harris (GB), Tony Gomez (Sri Lanka), Pat Burke, Mike Elliot (Jamaika), Eric Allen Dale (Dom. Republik) und Colin Young (Barbados) kommen Mitte der 60er Jahre in GB zusammen und versuchen den amerikanischen Mowton-Sound zu kopieren. 1967 erhalten die Foundations ihren ersten Plattenvertrag und haben bis Ende der 60er Jahre etliche Hits. Mit "Baby Now That I´ve Found You" steht die Gruppe im September 1967 auf Platz eins in GB. Es folgen mit "Build Me Up Buttercup" (1968) und "In The Bad Bad Old Days" (1969) zwei weitere Top-10-Notierungen. 1970 trennt sich die Formation. Inzwischen touren die Foundations wieder, allerdings in völlig neuer Besetzung.

The Fourmost

Am 01.03.1961 spielen The Fourmost im Liverpooler Cavern-Club, 20 Tage vor den Beatles. In der Besetzung Brian O´Hara, Mike Millward, Billy Hatton und Dave Lovelady wechselt die Band 1962 ins Profilager. Mit Hello Little Girl (1963) und A Little Loving (1964) hat die Gruppe zwei Top-10-Hits. Auch Fourmost wird wie andere Gruppen aus Liverpool von Brian Epstein gemanagt und George Martin produziert. 1966 stirbt Mike Millward an Leukämie und die Band verschwindet in der Versenkung.

The Four Seasons

Die Four Seasons entstehen aus dem 1953 gegründeten Variety Trio. Star der Formation ist Frankie Valli (* 3. Mai 1937 in Newark, New Jersey - bürgerlicher Name: Francis Stephen Castelluccio). Über sein Geburtsdatum gibt es Unstimmigkeiten. Die meisten Quellen geben den 3. Mai 1937 an, während andere behaupten, dieses Geburtsdatum sei vom Plattenlabel der Four Seasons gefälscht und Valli in Wirklichkeit bereits 1934 geboren worden.
Die weiteren Mitglieder der Ur-Formation: Nickie DeVito, Tommy DeVito, Hank Majewski und Billy Thompson. 1960 verläßt Majewski die Band und wird von Nick Massi ersetzt.
Auch Nick DeVito verlässt die Gruppe kurze Zeit Später. Zunächst kommt für kurze Zeit Charlie Calello als Ersatz, dann Bob Gaudio. Ab 1962 nennt sich die Formation dann The Four Seasons. Sie arbeiteten als Chorsänger für Danny & The Juniors und Freddie Cannon. Bob Gaudio ist ein erstklassiger Komponist, der 1963 Hit auf Hit für die Four Seasons schreibt.
Eine kleine Hitauswahl: Sherry (1962), Big Girls Don´t Cry und Walk Like A Man (1963), Rag Doll (1964), Let´s Hang On (1965), Opus 17 und I've Got You Under My Skin (1966), Beggin (1967), The Night und Who Loves You? (1975) sowie December '63 (Oh What a Night) (1976).
1990 werden The Four Seasons in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen. Offiziell hat sich die Band nie aufgelöst.

The Four Tops

1953 werden die Four Tops als Four Aims in ihrer Heimatstadt Detroit gegründet. Schon damals sind Levi Stubbs (*06.06.1936 - +17.10.2008), Renaldo Benson (*14.06.1936 - +01.07.2005), Abdul Fakir (*26.12.1935) und Lawrence Payton (*02.03.1938 - +20.06.1997) dabei, die bis in die 90er in dieser Besetzung auftreten. 1963 unterschreiben sie einen Plattenvertrag bei Tamla Motown und benennen sich in Four Tops um. 1964 steht die Aufnahme Baby I Need Your Loving auf Platz elf in den USA. Bis 1988 ist das Vokal-Quartett vierzehn Mal in den USA, GB und Deutschland in den Top-10. 1990 werden die Four Tops in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen.

Freddie & The Dreamers

Freddie Garrity aus Manchester ist der Kopf der 1961 gegründeten Gruppe Freddie & The Dreamers. 1963 erhalten sie, nachdem die Band vorher im Hamburger Top-Ten-Club aufgetreten ist, einen Plattenvertrag und schwimmen auf der Mersey-Beat-Welle oben mit . Mit If You Gotta Make A Fool Of Somebody steht Freddy und seine Band im Mai 1963 auf Platz drei in GB. Die Nachfolge-Single I´m Telling You Now wird sogar Spitzenreiter in den USA. Nach zwei weiteren Top-10-Notierungen 1963 und 1964 ist es auch schon vorbei. 1968 trennt sich die Band. Freddie geht zum Fernsehen und moderiert dort eine beliebte Kindersendung und gibt 1988 sein Debüt als Schauspieler. Am 19.05.2006 stirbt Freddie Garrity.


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The Gentrys
Larry Rasberry, Bruce Bowles, Jimmy Hart, Bobby Fisher, Jimmy Johnson, Pat Neal und Larry Wall gründen 1963 in Memphis die Rockband The Gentrys. Mit dem Titel Keep On Dancing belegen sie Platz vier in den US-Charts. Nach 1966 gelingt der Formation kein Erfolg mehr und die Gentrys fallen auseinander. 1969 belebt Jimmy Hart als einziges Originalmitglied die Band wieder neu und macht für das Label Sun Records einige Aufnahmen, die sich aber nicht wirklich verkaufen. 1975 wird ein erneuter Comeback-Versuch gestartet, der ebenfalls nichts einbringt. So bleibt Keep On Dancing ein One-Hit-Wonder, in Deutschland zwar nicht in den Charts, aber in den Discotheken ein angesagter Dancefloor-Titel.

Gerry & The Pacemakers

Gerry Marsden spielt in verschiedenen Liverpooler Skiffle-Bands, bevor er 1958 zunächst Mars-Bars, und ein Jahr später mit seinem Bruder Freddie die Pacemakers gründet. Die Band wird 1962 von dem Beatles-Manager Brian Epstein und unter Vertrag genommen, was damals für alle Bands die aus Liverpool kommen, eine sichere Sache ist. How Do You Do It ist 1963 der erste Hit und gleich Nr. 1 in GB und Nr. 9 in den US-Charts. Ihr zweiter Hit You´ll Never Walk Alone noch im gleichen Jahr ebenfalls ein Nr.1-Hit, soll noch eine besondere Bedeutung bekommen; wenn auch eine tragische. Es folgen 1964 drei weitere Top-10-Hits. Ferry `Cross The Mersey ist im Dezember 1964 der letzte Hit für Gerry & The Pacemakers. 1965 flaut der Mersey-Beat ab und 1968 löst die Band sich auf. You´ll Never Walk Alone wird die Hymne des Fußballclubs FC Liverpool und später des gesamten englischen Fußballs. Als es im Mai 1985 in Bradford 80 km östlich von Liverpool bei einem Fußballspiel zu einer verheerenden Brandkatastrophe kommt, bei der 54 Menschen sterben und viele verletzt werden, wird der Bradford Disaster Found gegründet und eine Formation die sich The Crowd nennt, nimmt den Song neu auf und stellt die Tantiemen den Opfern und deren Angehörigen zu Verfügung. Zu der Formation gehören Paul McCartney, Graham Goldmann, John Entwistle, Tony Christie und Gerry Marsden. Eine weitere Benefizplatte wird mit Ferry `Cross The Mersey 1989 für die Opfer der Fußballkatastrophe von Sheffield herausgebracht. Die Aufnahme wird Nr.1 in GB und Nr.5 in Deutschland.

Golden Earring

Golden Earring ist die weltweit erfolgreichste niederländische Rockband und die am längsten bestehende Rockband der Welt.
1961 in Den Haag als The Tornadoes von George Kooymans (* 11. März 1948 in Den Haag) und Rinus Gerritsen (* 9. August 1946 in Den Haag), gerade 13 und 15 Jahre alt gegründet, ändert man den Bandnamen im September 1962 wegen des Erfolgs der gleichnamigen englischen Band The Tornados. Nach einem Lied von Marlene Dietrich aus dem Jahre 1948 nannten sie sich zunächst The Golden Earrings, später vereinfacht Golden Earring.
Ihrer erste LP Just Earrings enthält 1965 bereits den lokalen Hit Please Go der es als erster von 40 folgenden niederländischen Chartplatzierungen in Holland bis auf Platz 10 schafft. 1967 stößt der Sänger, Gitarrist und Flötist Barry Hay (* 16. August 1948 in Indien) zu der Gruppe und 1970 wechselt Cesar Zuiderwijk (* 18. Juli 1948 in Den Haag), der Drummer und Percussionist von Livin Blues zu Golden Earring. In dieser, noch heute bestehenden Besetzung entstehen die meisten ihrer Hits.
Radar Love (1973) ist eine ihrer ersten in den USA veröffentlichten Singles und wird zum Welthit (US Platz 13, GB Platz 7, D Platz 5, E Platz 1). In dieser Zeit etabliert sich Golden Earring als begehrte Liveband, die mit ihrer extrovertierten Bühnenshow und knalligen, auf großen Effekt abzielende Solis besonders in den Staaten beliebt ist. Bereits 1969 ist Golden Earring die erste große europäische Band, die eine große Tour durch die Vereinigten Staaten macht. Bis 1984 gehen sie 13-mal für mindestens drei Monate auf Tournee und spielen in über 40 Staaten.

Genesis

Die britische Rockband Genesis (gegründet 1967) zählt in den 70er Jahren zu den einflussreichsten Gruppen des Progressive- und Art Rock. Man zählt Genesis neben King Crimson, Emerson, Lake & Palmer und Yes zu den Hauptvertretern des Progressive Rock.
Die Band ist gemeinhin für ihre beiden deutlich unterschiedlichen musikalischen Ären bekannt. Zu Beginn ihrer Karriere machen ihre komplexen Songstrukturen, durchdachten Instrumentierungen und theaterhaft-künstlerischen Live-Auftritte Genesis zu einer der wichtigsten und beliebtesten Band der Progrock-Bewegung der 70er.
Nach dem Ausstieg von Peter Gabriel und Steve Hackett wandelt die Band unter Phil Collins als Frontmann ihren Stil in den späten 70ern zum Mainstream-Rock und wird so zu einer der erfolgreichsten Musikgruppen ihrer Zeit. Selbst in dieser Phase aber behalten Genesis auf Konzerten ihre Vorliebe für ausgedehnte so genannte „Long-Tracks“ bei. Nachdem Phil Collins die Band 1996 verlässt, wird Ray Wilson zum neuen Sänger.
Seit dem letzten, kommerziell weniger erfolgreichen Studioalbum und einer nachfolgenden Tournee tritt die Band allerdings nur noch mit Anthologien ihrer bisherigen Songs und Veröffentlichungen von bislang nicht offiziell erhältlichem Archivmaterial in Erscheinung. Mit über 159 Millionen weltweit verkauften Alben zählen Genesis zu den dreißig Bands mit den meisten Plattenverkäufen.

Gründungsmitglieder:
- Peter Gabriel (Gesang, Flöte) bis 1975
- Anthony Phillips (Gitarre) bis 1970
- Tony Banks (Keyboard)
- Mike Rutherford (Bass, Gitarre)
- Chris Stewart (Schlagzeug) bis 1967

Geordie

Die englische Band Geordie wird 1972 von dem Gitarristen Vic Malcolm gegründet. Seine Bandkollegen sind der Drummer Brian Gibson (*06.03.1951), der Bassist Tom Hill (11.04.1950) und der Sänger Brian Johnson (05.10.1947). Zuerst heißen sie USA, dann benennen sie sich nach einem umgangssprachlichen Ausdruck für ihre nordenglische Heimat Northumberland.
Im Dezember 1972 kommt ihre erste Single "Don´t do that" auf Platz 32 der englischen Hitparade, im März 1973 landen sie mit "All because of you" ihren einzigen Top-10-Hit in England (Platz 6). Die Nachfolgesingles "Can you do it" (Platz 13), "Electric Lady" (Platz 32) und "Black Cat Woman" haben immer weniger Erfolg. Im Jahr 1976 lösen sie sich deshalb vorläufig auf.
Kurz vor einem Comebackversuch geht Sänger Brian Johnson als Nachfolger für den verstorbenen Bon Scott zu "AC/DC", seine Mitmusiker versuchen es mit dem neuen Sänger Terry Schlesser dennoch. Da ihnen auch diesmal kein Durchbruch gelingt, kommt 1983 das endgültige Ende für die Band. Geordie spielen Rockmusik, ähnlich dem ihrer bekannteren Landsleute Slade und Mud.

Gibson Brothers

Von ihrer Heimat Martinique ziehen Christian, Alex und Patrick Gibson nach Paris, wo sie 1975 als Martinique-Express spielen. David Vangarde, der auch die Disco-Band Ottawan betreut, nimmt sich ihrer als Manager an. 1976 erscheint ihre Debütsingle Come To America, die sie bereits über die französischen Landesgrenzen hinaus bekannt macht.
Ihren ersten großen internationalen Erfolg haben die Brüder im Jahr darauf mit Non-Stop Dance. In den Nachbarländern Belgien und Niederlande ist das Lied gleich ein Nr.-1-Hit und verkauft sich über eine Millionen mal.
Daraufhin gehen die Gibson Brothers weltweit auf Tournee. 1979 folgt die Single Cuba. Der spanischsprachige Hit ist ihr internationaler Durchbruch und bringt es in Europa und den USA in die Charts. Vier Millionen mal verkauft sich die Single und wird in den verschiedenen Ländern insgesamt mit 14 Goldenen Schallplatten ausgezeichnet.
Nach Ooh What a Life, das vor allem in GB erfolgreich ist, folgt Anfang 1980 ihr größter Hit. Mit Que sera mi vida (If You Should Go) kommen sie weltweit in die Top 10 und haben nach Cuba auch ihren zweiten Top-10-Clubhit in den USA. Über 5 Millionen mal verkauft sich der Titel. Die Nachfolgesingle Mariana kann noch daran anknüpfen, auch wenn sie weniger erfolgreich ist. Danach lassen die Hiterfolge aber deutlich nach. In den 80ern haben sie zwar in einzelnen Ländern noch den einen oder anderen Erfolg, aber ein großer Hit ist nicht mehr dabei.

Bandmitglieder

* Christian Gibson (* 20. Juni 1960), Sänger, Perkussionist
* Patrick Gibson, Schlagzeuger
* Alex Gibson, Keyboarder

The Glitter Band

Die ursprüngliche Begleitband von Gary Glitter veröffentlicht ab 1974 auch ohne Gary Songs unter dem Namen The Glitter Band und gehört zu den bekanntesten Vertretern des Glam Rock. Von Besonderheit ist dabei, dass zwei Schlagzeuger gleichzeitig spielen. 1977 trennt sich die Gruppe zunächst, kommt aber 1981 noch einmal zusammen.
Als Gary Glitters erste Single Rock and Roll Parts 1 and 2 ein Nummer Zwei Hit in England wird, realisiert er, dass er eine Band brauchen würde. Er kontaktiert dafür seinen Manager John Rossall, der zu der Zeit der musikalische Direktor der „Boston Show Band“ ist. Mit kleinen personellen Änderungen entsteht daraus zunächst „The Glittermen“ und später „The Glitter Band“, die Gary Glitter in TV-Shows und bei Live-Auftritten begleiten.
1973 nimmt die Band eigene Schallplatten auf. Die ersten Aufnahmen werden allerdings verworfen. Die Gruppe nimmt schließlich Angel Face auf. Zuvor hat sie einige Live-Auftritte mit eigenem Material sowie Coverversionen aus den 50er und 60er Jahren.
Im März 1974 wird Angel Face bei Bell Records veröffentlicht und erreicht auf Anhieb Platz 4 in Großbritannien. Es folgen weitere Hit-Singles wie Just for You und Let’s Get Together Again. John Rossall, der zusammen mit Gerry Shephard die ersten drei Hits komponiert hat, verlässt die Gruppe Ende 1974. Bis 1976 veröffentlicht die Glitter Band drei Alben und eine „Greatest-Hits“-Kompilation. Mit People like You and People like Me, geschrieben von Gerry Shephard und John Springate, haben sie Anfang 1976 ihren letzten Hit.
Der Gitarrist Gerry Shephard stirbt im Mai 2003. John Rossall und Harvey Ellison, die beiden Saxofonisten, treten noch heute unter dem Namen The Glitter Band auf. Schlagzeuger Pete Phipps tourt mit einer eigenen „Glitter Band“ und spielt in verschiedenen anderen Oldie-Formationen. John Springate lebt an der Costa del Sol in Spanien, ist Musikproduzent und Entertainer. Tony Leonard spielt in seiner eigenen Band namens „Soultime“.

Goombay Dance Band

Die in Norderstedt ansässige Goombay Dance Band wird in den 70er Jahren von Oliver Bendt, geboren am 29.10.1946 als Jörg Knoch in Potsdam, gegründet.
Oliver, der schon in seiner Kindheit bei den Regensburger Domspatzen gesungen hat, ist vor Gründung der Band als Schauspieler und Schlagersänger erfolgreich. Er spielt außerdem in der deutschen Produktion des Musicals Hair mit. Nachdem er drei Jahre in der Karibik verbracht und dort eine Einheimische geheiratet hat, kehrt er nach Deutschland zurück und gründet die Goombay Dance Band. Die Formation ist nach einer kleinen Bucht auf der Insel St. Lucia benannt. Neben Bendt und seiner Frau Alicia sowie den Kindern Danny und Jasmin, gehören ihr noch Dorothy Hellings, Wendy Doorson und Mario Slijngaard an.
Mit dem ersten Titel Sun Of Jamaica, welcher die Karibik-Stimmung von Strand und Meer widerspiegelt und karibische Musik mit leichten Popklängen vereint, hat die Gruppe sofort ihren großen Durchbruch. Das Stück ist von den erfolgreichen Schlagerkomponisten Ekkehard Stein und Wolfgang Jass geschrieben worden. In kürzester Zeit steigt die Single an die Spitze der deutschen Charts, hält sich dort für 9 Wochen, und ist die meistverkaufte Single des Jahres. Das Stück hält sich zudem ein halbes Jahr in der Top-10-Liste. In vielen weiteren Ländern ist Sun Of Jamaica auf Platz eins. Bis heute hat sich das Stück über 11 Millionenmal verkauft. Es folgen mir Seven Tears, Aloha-Ohe, Until We Meet Again, Eldorado und Rain weitere Hits. Alle erreichen die Top-10 in Deutschland.

Greyhound

Die Formation Greyhound geht aus einer Band namens The Rudies (auch Sonny Binns & the Rudies sowie Freddie Notes & the Rudies) hervor, zu der u. a. Freddie Notes und Danny Smith gehören. Auch unter den Namen The Tillermen und Des All Stars nehmen sie in den 1960er Jahren Schallplatten auf. Als The Rudies veröffentlichen sie Coverversionen von bekannten Hits wie Patches von Clarence Carter und Montego Bay von Bobby Bloom. Nachdem Notes die Formation verlässt und durch Glenroy Oakley ersetzt wird, ändern sie ihren Namen in Greyhound.
Die erste Single auf dem Trojan-Label unter dem neuen Namen ist im Sommer 1971 Black & White, ebenfalls eine Coverversion, im Original 1956 von Sammy Davis Jr. und geschrieben von David Arkin und Earl Robinson. Greyhound interpretiert den Song allerdings im Reggae-Rhythmus und landet mit ihrer Version einen Top-Ten-Hit in Großbritannien. Der Titel, der die Gleichheit der Menschen wie in einem Schulunterricht thematisiert („The ink is black, the page is white, together we learn to read and write“) und die Überwindung des Rassismus lehrt, bleibt der größte Hit für Greyhound. Etwa ein Jahr später adaptiert die Gruppe Three Dog Night angelehnt an Greyhounds Reggae-Version den Song ebenfalls und kommt damit bis auf Platz 1 in den US-amerikanischen Billboard Hot 100.
Greyhound schafft mit Moon River, einem Song von Henry Mancini aus Breakfast at Tiffany's, und I Am What I Am Anfang 1972 noch zwei kleinere Hits in Großbritannien.

Guess Who

Die Rock-Band The Guess Who aus Winnipeg, Manitoba erreicht 1970 mit dem Hit American Woman als erste kanadische Rockband die Spitzenposition der US-Charts.
Ursprünglich heißt die Gruppe, die1958 von Chad Allan in Winnipeg gegründet wird, Chad Allan & The Expressions. Mit dem rätselhaften Namen Guess Who? (zu deutsch: Rate wer?) versucht die Plattenfirma 1965, überregionale Aufmerksamkeit zu erregen, was auch gelingt.
Mit der Zeit ändert sich der Sound der Band in Richtung Hard Rock. 1969 hat sie mit These Eyes ihren ersten Top-Ten-Hit. 1970 folgt der weltweite Erfolg mit American Woman (Nummer 1 in den USA). Zu dieser Zeit besteht die Band aus Burton Cummings (Gesang – er hatte 1965 Chad Allan ersetzt), Randy Bachman (Gitarre), Jim Kale (Bass) und Garry Petersen (Schlagzeug).
1970 verläßt Bachman die Gruppe und feiert später mit Bachman-Turner Overdrive große Erfolge. Nach mehreren Umbesetzungen löst sich die Band 1975 auf. Eine Neuauflage ist jedoch auch heute noch aktiv.


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