Duos M - Z
The Marbles
Der am 05.05.1948 geborene Trevor Gordon und Graham Bonnet (*12.12.1947), lernen sich in der Band Blues Sect kennen. Trevor, ein Cousin der Bee Gees schafft es, dass er und Graham bei der Plattenfirma RSO vorspielen dürfen. Das Label hat auch die Bee Gees unter Vertrag. Trevor Gordon und Graham Bonnet erhalten einen Vertrag und bringen unter dem Namen The Marbles den Titel Only One Woman heraus. Diese Aufnahme wird immerhin im September 1968 Nr. 5 in GB und Nr. 6 in Deutschland. Geschrieben und produziert wird die Nummer von den Bee Gees. Auch die meisten anderen Stücke werden von den Gibb-Brothers geschrieben. Mit The Walls Fell Down kommt das Duo noch einmal in die britische Top-30. Nach ein paar Live-Auftritten trennen sich Trevor und Gordon 1970. Graham Bonnet hat als Solist bis Anfang 1980 Erfolg und steigt später bei Ritchie Blackmore´s 'Rainbow' ein.
Maywood
Die Schwestern Aaltje und Doetje de Vries aus dem niederländischen Harlingen beschließen 1979, nachdem beide in den 70ern in verschiedenen Bands gesungen haben, gemeinsam aufzutreten. Der Name Maywood setzt sich aus ihren Künstlernamen Alice May und Caren Wood zusammen.
Ihre fröhlichen Dancenummern mit der Leadstimme von Caren und die Musik von Muliintrumenatlistin Alice kommen auf Anhieb beim Publikum an.
Bereits die erste Single You Treated Me Wrong kommt in die niederländischen Singlecharts. Ihren ersten Top-Ten-Hit landen Maywood im März 1980 mit Give Me Back My Love. Mit dieser Single gelingt den beiden auch im Ausland der Sprung in die Charts. Die Nachfolgesingle Late At Night steigt im Juli 1980 an die Spitze der niederländischen Charts und bleibt dort für drei Wochen und ist einzige Nummer-Eins-Hit des Duos.
Nach zahlreichen weiteren Hits in den Top 20 nimmt ab Mitte 1980 der Erfolg von Maywood ab. 1990 nehmen die beiden Schwestern für die Niederlande mit ihrem einzigen Hit in ihrer Muttersprache, Ik wil alles mit je delen, am Eurovision Song Contest in Zagreb teil, erreichen aber nur Platz 15.
Ab 1995 gehen Alice May und Caren Wood getrennte Wege und versuchen sich Solokarrieren aufzubauen, wenn auch ohne durchschlagenden Erfolg. Schlagzeilen machen die Schwestern lediglich 1999, als sie ihren Streit um die Rechte am Namen Maywood vor Gericht ausfechten.
Medicine Head
Die britische Rockband Medicine Head besteht im Wesentlichen aus John Fiddler (Gitarre, Gesang und Basstrommel) und Peter Hope-Evans (Mundharmonika und Maultrommel).
1971 schliesst sich Ex-Yardbird Keith Relf für kurze Zeit der Band an, als Hope-Evans sich eine Auszeit nimmt, um 1972 zurückzukehren. Die Band wächst mit Roger Saunders (Gitarre), Rob Townsend (Schlagzeug) und George Ford (Bass) auf 5er-Stärke an und hat 1973/74 ihre erfolgreichste Zeit. Die Single One & One Is One erreicht 1973 Platz 3 in den britischen Charts und Platz zwei in Deutschland. Mit dem Titel Rising Sun hat man, zumindest in den deutschen Charts, im gleichen Jahr noch einen Top-10-Erfolg. Slip And Slide erreicht in England 1974 Platz Nr. 22.
Das 1974er Album Thru’ A Five floppt jedoch, und die Band beginnt auseinanderzufallen. Übrig bleibt das ursprüngliche Duo Fiddler/Hope-Evans, das 1976 das letzte Album Two Man Band herausbringt.
Mouth & MacNeal
Mouth & MacNeal zählen wohl zu den bekannesten Pop-Importen aus Holland. Anfang der 70er verzeichnen sie im Middle-Of-The Road-Sound Erfolge in ganz Europa.
Big Mouth Willem Duyn beginnt als Schlagzeuger im Holland Quartett, wird dann Sänger bei den Jay-Jays, Discjockey und gründet schließlich 1970 die Band Speedway. 1971 hebt er zusammen mit Maggie MacNeal das Duo Mouth & MacNeal aus der Taufe.
International bekannt wird das Duo mit dem Gassenhauer How Do You Do?, der im Frühjahr 1972 Platz 5 in der deutschen Hitparade und Platz 8 in den US-Billboard-Charts belegt. In deutscher und englischer Sprachversion von Peter Petrel unter dem Namen The Windows gecovert, wird das Stück hierzulande zum Top-Hit. Mit der Nachfolgesingle Hello-A stehen Mouth & MacNeal 1972 in Deutschland mehrere Wochen lang auf Platz eins. Im gleichen Jahr ist You-Kou-La-Le-Lou-Pie noch ein Top 20 Hit, während sich Battering Ram im Frühjahr 1973 in Deutschland nicht mehr platzieren kann.
Mit Ik zie een ster (I See A Star) vertreten die beiden 1974 die Niederlande beim Grand Prix Eurovision de la Chancon und belegten Platz 3 hinter dem Siegertitel Waterloo von ABBA und „Si“ von Gigliola Cinquetti. Kurz darauf trennt sich das Duo. Während sich Maggie MacNeal fortan als Solistin betätigt, gründet Mouth mit neuer Partnerin das Duo Big Mouth & Little Eve.
Willem Duyn stirbt am 3. Dezember 2004 im Alter von 67 Jahren an einem Herzstillstand.
Esther & Abi Ofarim
Das Gesangsduo Esther & Abi Ofarim gehört zu den ersten Künstlern aus Israel die international Erfolg haben.
Ende der 50er lernen sich Ester Zaied und Abraham Reichstadt kennen. Beide treten in Israel mit folkloristischen Titeln unter dem Künstlernamen „Ofarim“, was soviel wie Rehkitz bedeutet, auf. 1961 heiraten die beiden und nennen sich Esther und Abi Ofarim. Nach ihrem Erfolg beim Eurovision Song Contest 1963 in Großbritannien, bei dem Esther den 2. Platz belegt, wird das Paar auch international bekannt. Sie nehmen daraufhin Schallplatten in mehreren Sprachen auf und die Beiden avancieren bald zum erfolgreichsten Gesangsduo der 1960er Jahre.
1964 nimmt das Duo bei den Deutschen Schlager-Festspielen in Baden-Baden teil. Ihr Titel Schönes Mädchen erreicht einen beachtlichen 4. Platz. Im selben Jahr haben sie im deutschsprachigen Raum einen Hit mit Morgen ist alles vorüber. Weitere Hits folgen, bei denen Abi ab 1966 auch selbst für die Produktion verantwortlich ist.
Ihre größten Erfolge feierten sie mit Morning Of My Life, Garden Of My Home (beide Titel geschrieben von den Bee Gees) und Cinderella Rockefella.
Bis 1969 kann das Paar noch einige gemeinsame Erfolge feiern, dann kommt die Trennung. Am 1. März 1969 stehen die beiden letztmals gemeinsam auf der Bühne, im November 1970 ist das Paar geschieden.
Beide Künstler gehen danach eigene Wege. Abi gründet eine Promotion-Firma in München, Esther zieht sich zunächst aus dem Showgeschäft zurück, nimmt 1972 jedoch wieder eine Langspielplatte als Solistin auf und ist danach weiterhin erfolgreich.
Oliver Onions
Oliver Onions ist das Pseudonym der Brüder Guido de Angelis (* 22. Dezember 1944 in Rocca di Papa, Italien) und Maurizio de Angelis (* 22. Februar 1947 in Rom, Italien). Sie sind bekannte italienische Filmmusiker und schreiben Titel- und Filmmelodien z.B. für Filme mit Bud Spencer und Terence Hill oder den Italowestern Keoma (1976) von Enzo G. Castellari.
Die bekanntesten Titel der beiden Komponisten sind Flying Through The Air (1973), Dune Buggy (1974), Verde (1975), Orzowei (1977), Bulldozer (1978), Sandokan (1979) und Stay (1987). Ihr erfolgreichster Titel wird Santa Maria, der 1980 in Deutschland sechs Wochen Platz eins der Charts belegt, mit einer goldenen Schallplatte ausgezeichnet wird und auch in der deutschen Fassung mit Roland Kaiser sehr erfolgreich ist.
Ottawan
Das Pop-Duo Anette & Patrick aus Martinique springt Anfang der 80er unter dem Namen Ottawan auf den Disco-Zug auf. Entdeckt werden die beiden Künstler von dem Produzententeam Daniel Vangarde und Jean Kluger aus Paris, die auch für die Hits der Gibson Brothers verantworlich zeichnen. Fünf Hits bringt das Duo zwischen 1980 und 1982 in die Charts. Mit D.I.S.C.O. (1980) und Hands Up (1981) gelingen Ottawan zwei Top-10-Notierungen. 1982 trennen sich Anette und Patrick. Bis 2006 existiert die Formation, allerdings mit häufig wechselden Mitgliedern. Die letzte Bestezung: Esther und Robert Wagner.
The Alan Parsons Project

Alan Parsons - *20.12.1948 in London
Eric Woolfson - *18.93.1945 in Glasgow - +02.12.2009
Das musikalische Multitalent Alan Parsons ist Assistenz-Tontechniker der Beatles in den Abbey Road Studios und wirkt dort an den letzten ihrer Alben mit. Später arbeitet er u. a. mit den Wings und ist am Klassiker The Dark Side Of The Moon von Pink Floyd als Toningenieur und Produzent beteiligt. Seine Produktionsarbeit gilt als entscheidender Faktor des Erfolgs der Alben von Cockney Rebel und Al Stewart Mitte der 70er Jahre.
Eric Woolfson hingegen ist Manager von Carl Douglas, der mit dem Song Kung Fu Fighting einen Welthit landet.
Beide treffen sich 1974 und beschließen, ihre eigene Musik herauszubringen. So gründen sie das Alan Parsons Project und laden dazu viele Gastmusiker ein. Den Sänger John Miles, der gerade den von Alan Parsons produzierten Hit Music hat und als Begleitmusiker wird die komplette Band Pilot verpflichtet.
1976 erscheint das erste Album Tales Of Mystery And Imagination. Auf diesem Konzeptalbum kristallisiert sich der musikalische Stil heraus - rockige Klänge in Verbindung mit sinfonischen Fragmenten.
Weitere Alben folgen und Alan Parsons Project ist mit den Single-Auskoppelungen 18-Mal in den Charts vetreten. Mit Lucifer (1979), Eye In The Sky (1982) und Don´t Answer Me (1984) bringen sie drei Stücke in die Top-10.
Eric Woolfson stirbt am 02. Dezember 2009 an Krebs.
Peter & Gordon
Hinter dem Duo Peter & Gordon verbergen sich Peter Asher (*22.06.1944 in London) und Gordon Waller (*04.06.1944 in Braemar, Scottland). 1964 wird das britische Duo gegründet. Peter Ashers Schwester Jane ist zu dieser Zeit die Freundin von Paul McCartney, und so ist es nicht verwunderlich, dass Paul ein Lennon/McCartney Stück an die Beiden weiterreicht. Der Titel A World Without Love ist 1964 Nr. 1 in GB und den USA. Das Duo hat bis 1966 noch fünf weitere Top-10-Hits. 1968 trennen sich Peter & Gordon. Während Soloversuche von Gordon Waller fehlschlagen, wird Peter Asher zunächst A&R-Manager der Beatles-Firma Apple, dann in den 80ern Produzent in den USA unter anderem für James Taylor und Linda Ronstedt.
Petshop Boys
Im Herbst 1981 treffen sich Neil Tennant und Chris Lowe zum ersten Mal; da spielen beide noch in verschiedenen Formationen. Zwei Jahre später schreiben sie an Songs und schicken die Demos an verschiedene Plattenfirmen. Sie stellen somit die Weichen für die Petshop Boys. 1985 erhält das Duo einen Plattenvertrag und mit West End Girls erscheint Ende 1985 der erste Nr.1-Hit. Die Beiden schreiben Hits in Serie und sind bis 1993 allein in GB, den USA und Deutschland 17 Mal in der Top-10. Sehr erfolgreich ist auch die Zusammenarbeit mit Dusty Springfield. Die Aufnahme What Have I Done To Deserve This kommt in GB und den USA auf Platz zwei und in Deutschland auf Position vier. Go West ist 1993 die letzte Hitnotierung und Nr.1 in Deutschland. Diese Aufnahme war schon 1979 ein Hit für Village People.
Pipkins
Die Pipkins ist eines der vielen Studioprojekte bei denen auch der Name Tony Burrows wieder genannt wird. Als zweites Mitglied taucht hierbei Roger Cook auf. Die Klamauknummer Gimme That Ding ist im Frühjahr 1970 in GB und den USA in der Top-10. Der Titel wird häufig als Hintergrundmusik in der Benny-Hill-Show verwendet. Ursprünglich ist das Stück vom Songwriter-Duo Hammond/Hazlewood für die Kinderserie Oliver And The Overlord gedacht. Bei Live-Auftritten stehen zusätzlich Davey Sands und Lean Marshall auf der Bühne.
Sam & Dave
Samuel Moore und David Prater lernen sich 1961 in Miami kennen und treten ab 1962 als das Soul-Duo Sam & Dave auf. Mitte der 60er, im Zuge der großen Soul-Welle stellt sich auch der Erfolg von Sam & Dave ein. Produziert werden sie ab 1966 von Isacc Hayes und David Porter. Die erste Hitnotierung ist 1966 You Don´t Know Like I Know. 1967 wird Soul Man ein Nr.2-Hit in den USA und ein Millionseller. Im Januar 1968 ist I Thank You der nächste Top-10-Hit und Ende 1968 folgt mit Soul Sister Brown Sugar eine weitere Hit-Notierung. Am 11.04.1988 kommt David Prater bei einem Autounfall ums Leben. 1992 werden Sam & Dave in die Rock´n Rock Hall Of Fame aufgenommen.
Sandra & Andres
Das Pop-Duo Sandra & Andres ist in den 70ern überaus erfolgreich in Holland und einigen Ländern Europas.
Sandra (geboren am 17.10.1950 als Barbara Alexandra Reemer und Andres (geboren am 30.10.1936 als Dries Holten) stammen aus Indonesien. Beide sind in den 60ern zunächst als Solisten nicht sonderlich erfolgreich.
Mit dem Titel Als het om de liefde gaat belegt das Duo 1972 Platz Nr.9 beim Grand Prix. Die Aufnahme kommt in mehreren Sprachen auf den Markt, in Deutschland unter dem Titel Was soll ich tun.
1975 trennt sich das Duo. Dries Holten tritt mit neuer Partnerin unter dem Namen Rosy & Andres auf. Sandra startet eine Solokarriere. Dries schreibt auch für andere Künstler. Das Album Immer wieder sonntags von Cindy & Bert stammt aus seiner Feder. Es ist mehrere Wochen in den europäischen Charts.
Mit seiner Partnerin Rosy ist er 1977 international erfolgreich. Der Titel I Believe In You.
Nancy Sinatra & Lee Hazlewood
Barton Lee Hazlewood (* 9. Juli 1929 in Mannford, Oklahoma - + 4. August 2007 in Henderson) ist ein US-amerikanischer Musikproduzent, Songwriter und Sänger.
International bekannt wird Lee Hazlewood in den 60er Jahren durch seine Zusammenarbeit mit Nancy Sinatra, für die er zahlreiche „maßgeschneiderte” Songs verfasst und teilweise auch zusammen mit ihr interpretiert, die bekanntesten sind These Boots Are Made For Walkin´, Lady Bird, Sand und Summer Wine.
Die US-amerkikanische Sängerin Nancy Sandra Sinatra (* 8. Juni 1940 in Jersey City, New Jersey) ist die Tochter des Sängers Frank Sinatra und seiner ersten Ehefrau Nancy Barbato.
Den Höhepunkt ihrer Karriere feiert sie mit einer Reihe von Pop-Hits in den späten 60ern. Ihr größter Hit ist These Boots Are Made For Walking, geschrieben von Lee Hazlewood, der unter anderem von Loretta Lynn, The Supremes, Boys Next Door, Jessica Simpson, 7 Seconds, Megadeth und Government Issue gecovert wird.
Nancy singt im Duett mit ihrem Vater Somethin’ Stupid, Nr. 4 in Deutschland, das 2001 von Robbie Williams und Nicole Kidman neu aufgenommen wird. Zum James-Bond-Film Man lebt nur zweimal steuert sie den Titelsong You Only Live Twice (auch der Originaltitel des Films) bei.
Nancy Sinatra spielt außerdem die weibliche Hauptrolle in einigen Filmen, u.a. in Speedway (1968) mit Elvis Presley, kann sich jedoch nie als Schauspielerin durchsetzen. Der als Horrorspezialist in B-Movies bekannte Roger Corman dreht mit ihr 1966 The Wild Angels einen Vorläufer des späteren Easy Rider (1966). Nancy Sinatra kommentiert den Film 2003 nach einer Wiederaufführung in Los Angeles: „Mit diesem Film begann meine hoffnungsvolle Filmkarriere und endete zugleich.“
Soft Cell
Die britische Synthie-Band Soft Cell, wird 1979 von Marc Almond (Gesang) und David Ball (Instrumente) gegründet.
1981 landet die Gruppe mit einer Coverversion des Gloria-Jones -Titels Tainted Love einen Welterfolg; der Titel steht auf Platz 1 der Hitparade in 17 Ländern. In ihrem Heimatland gelingt es ihnen, im folgenden Jahr weitere vier Singles – Bedsitter, Say Hello, Wave Goodbye, Torch und What – in den Top-5 zu platzieren. Nach der Veröffentlichung von drei Alben trennen sich ihre Wege 1983, und beide schlagen den Weg einer Solokarriere ein. 2003 gibt Soft Cell wieder Konzerte und veröffentlicht ein weiteres Album.
Sonny & Cher
Sonny & Cher heiraten 1964 und machen zur gleichen Zeit ihre ersten Plattenaufnahmen. Sonny Bono (*16.02.1935 in Detroit) und Cherilyn Sarkasian La Pierre (20.05.1946 in El Centro, Kalifornien), bringen unter Caesar & Cleo die beiden Singles Baby Don´t Go und Love Is Strange heraus. Ahment Erntegun Chef und Besitzer des Plattenlabels Atlantis nimmt sie unter Vertrag. Erstmals singen sie unter Sonny & Cher den Titel – Just You. Die Aufnahme wird kein großer Erfolg. Die Nachfolge-Single I Got You Babe, geschrieben von Sonny, wird ein Millionseller. Das Stück steht im Juli 1965 in den USA und England auf Platz eins, in Deutschland auf Platz fünf. Bis 1972 bringt das Duo fünf weitere Hits in die Top-10. Ab 1970 funktioniert die Solo-Karriere von Cher besser als das gemeinsame Projekt. 1973 wird die Ehe des Künstlerehepaares geschieden. Die Karriere von Cher geht bis ins 21-Jahrhundert. Sonny Bono geht in die Politik und kommt bei einem Skiunfall ums Leben. Die Umstände wurden allerdings nie richtig geklärt.
Waterloo & Robinson
Das österreichische Pop-Duo Waterloo & Robinson besteht aus Hans Kreuzmayr (Waterloo) und Sepp Krassnitzer (Robinson).
Die beiden lernen sich 1969 kennen, als Kreuzmayr für seine Boutique einen Mitarbeiter für die Auslagengestaltung sucht.
1971 werden sie mit Du kannst sehen (ein Lied über ein blindes Mädchen) Sieger der Show-Chance. Ab Juni 1974 belegt das Duo mit Baby Blue und Hollywood bis zum Ende des Jahres abwechselnd die Plätze 1 und 2 der Ö3-Hitparade. Hollywood ist zudem weltweit ein Hit für Waterloo & Robinson.
1976 vertreten sie Österreich mit My Little World beim Eurovision Song Contest, wo sie den 5. Platz erreichen.
Mittlerweile verlagert sich der Erfolg immer mehr nach Deutschland. Mit dem Titel Do You Remember Marianne erreichen sie 1979 in Deutschland in kurzer Zeit Goldstatus, in Österreich bleibt die Aufnahme relativ unbeachtet. Das Duo ist Dauergast in der ZDF-Hitparade und in der Disco mit Ilja Richter. Die ausbleibenden Erfolge in Österreich führen zu Unstimmigkeiten. 1981 trennt sich das Pop-Duo, tritt aber ab 1991 wieder gemeinsam auf und bringt neue CD´s heraus.
Zager & Evans
Danny Zager (*14.02.1944) und Rick Evans (*20.01.1943) stammen beide aus Nebraska und treffen sich erstmals 1962 bei einem Talentwettbewerb. Beide spielen bis 1965 in der Band Eccentrics, danach gründet Rick seine eigene Band. Nachdem beide Formation wenig erfolgreich sind, tun sich Danny und Rick wieder zusammen und gründen das Folk-Duo Zager & Evans. Schon 1964 hat Rick das Stück In The Year 2525 geschrieben, das die Beiden bei Live-Auftritten spielen. Der Song kommt so gut an, das man schnell 1000 Kopien presst um sie bei Konzerten verkaufen zu können. 1969 kommt In The Year 2525 in den USA, GB, Deutschland und vielen weiteren Ländern auf Platz eins und wird ein Millionseller. Über 5 Millionen mal wird die Platte verkauft. Da kein weiterer Erfolg gelingt, trennt man sich 1970. Denny Evans stellt später in seiner Heimatstadt Lincoln Saiteninstrumente her und tritt ab und zu in kleineren Clubs als Country-Sänger auf, Rick Evans wird Grundstücksmakler in Arizona.
















