Gruppen - H
Hank The Knife & The Jets
Hank The Knife & The Jets wird 1974 von dem Bassisten Henk Bruysten als Moment Darling gegründet. Nach dem mäßigen Erfolg der ersten Single Love Centaur mit der B-Seite Lazy Daisy benennt sich die Band im gleichen Jahr in Hank The Knife & The Jets um. Die Besetzung besteht zu dem Zeitpunkt aus Henk Bruysten (Gesang,Solo /Lead-Gitarre undBass,), Alan Pierre Beek († 24. Mai 2009) (Gesang, Gitarre), Jan van Haaften (Bass, Gesang), Rob Mijnhart (Schlagzeug) und Hans van Geffen († 1. Mai 2006) (Gitarre).
1975 erhalten sie bei EMI Holland ihren ersten Plattenvertrag für die Single Guitar King, die von Roy Beltman produziert wird. Dieser Titel ist ihr erster größerer Erfolg. Er landet in den Niederlanden auf Platz 2, wird in Belgien Nr.-1 und ist in Deutschland auf Platz 4 der Single-Charts. Die Nachfolgesingle Stan the Gunman wird in den Niederlanden und in Belgien ein Nr.-1-Hit, in Deutschland landet sie auf Platz 9.
Da weitere Erfolge nicht mehr gelingen, kommt es zu ersten Umbestezungen, allerdings ohne Erfolg.
Mehrere in den 80ern produzierte Singles wie „Crazy Guitar“, „LadyKiller“ und die Single „Zorro“, unter dem Pseudonym „Wild Bunch“ in Zusammenarbeit mit Long Tall Ernie erreichen Achtungserfolge. Kommerziell können sie allerdings nie mehr an die vorhergegangenen Erfolge anknüpfen, wodurch sie mit den Aufnahmen bei Sammlern heute durch ihre Rarität hohe Preise erzielen.
Hawkwind
Hawkwind ist so etwas wie das letzte Relikt aus der Hippie-Psychedelic-Zeit. In der Besetzung – Dave Brock, Nick Turner, Dik Mik Davis, John Harrison, Terry Ollis und Mick Slatterly – kommt es 1969 zu ersten Auftritten. Ende 1969 verlässt Slatterly die Band und wird durch die Gitarristen Huw Lloyd und Dick Taylor ersetzt. In dieser Besetzung wird auch eine LP eingespielt, allerdings fehlt darauf das was Hawkwind in Konzerten bringt, nämlich Space-Rock. So ist die Band auch selbst am meisten erstaunt, dass sie es doch noch in die Charts schafft. 1972 steht der Titel Silver Machine in GB auf Platz drei und in Deutschland auf Position sechs. Im Laufe der nächsten Jahre ändert sich die Besetzung immer wieder. Mitglieder gehen, kommen wieder oder werden ersetzt. Zeitweise nennt man sich Hawklords um rechtliche und vertragliche Komplikationen zu vermeiden. In den 80ern ist Ginger Baker kurzzeitig Mitglied der Formation, die bis in die 90er Platten veröffentlicht. Bob Calvert stirbt am 14.08.1988 an einem Herzinfarkt und Ian „Lemmy“ Kilmister steigt 1975 aus und gründet Motörhead.
Hello
Die britische Glam-Rock-Band Hello gehört in den 70ern neben Bands wie The Sweet, Slade, Suzi Quatro, Mud u.a. zu den wichtigsten Vertretern dieses Genres.
1971 bekommt die Band einen Plattenvertrag. Die nächsten Jahre verlaufen für die junge Band weitgehend erfolglos. Erst im Herbst 1974 landen sie mit Tell Him ihren ersten Top 10-Hit in England und im folgenden Jahr erobern sie mit New York Groove, komponiert von Russ Ballard und später oftmals gecovert, die Charts rund um den Erdball (die deutsche Version von BUCK & SYLVIE heisst übrigens Komm mit auf den Hinterhof). Besonders viele Fans hat Hello in Deutschland, wo sie 1976 mit Smokie touren. In Mal Sondocks „Discothek im WDR“, seinerzeit die größte Radiohitparade Deutschlands, sind sie einige Male zu Gast. Im Fernsehen treten sie u.a. bei Ilja Richters Disco auf (am 6. Dezember 1975 mit New York Groove und am 9. Oktober 1976 mit Love Stealer jeweils als Top Act zum Schluß).
Insgesamt hat Hello neun deutsche Top 50-Hits. Nach der Veröffentlichung ihrer letzten Single in Deutschland Feel This Thing, die es nicht in die deutschen Charts schafft, trennt sich die Band.
The Herd
Die britische Band The Herd (dt. die Herde) hat 1967 und 1968 einige erfolgreiche Stücke in den Charts.
Terry Clark (Gesang), Andy Bown (Bass), Tony Chapman (Schlagzeug) und Gary Taylor (Gitarre) gründen die Band 1965 in Beckenham. Clark verläßt 1967 die Band und wird durch Peter Frampton (Gitarre, Gesang) ersetzt. Taylor wechselt an den Bass und Andy Bown übernimmt die Keyboards. Am Schlagzeug sitzt inzwischen Andrew Steele.
Nach einigen erfolglosen Singles entsteht in Zusammenarbeit mit den Songschreibern Ken Howard und Alan Blaikley, die auch für etliche Erfolge von Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich verantwortlich sind, eine Reihe von Hits, darunter From The Underworld (1967, Platz 6 in den UK-Charts), Paradise Lost (1968, Platz 15) und I Don’t Want Our Loving To Die (1968, Platz 5).
Danach läßt der Erfolg nach und die Band löst sich allmählich auf. Zunächst ersetzt Henry Spinetti Schlagzeuger Steele. Frampton verläßt die Gruppe, um mit Steve Marriott die Band Humble Pie ins Leben zu rufen. Den Gesang übernimmt daraufhin Andy Bown. Nachdem weiterer Erfolg ausbleibt, lösen sich The Herd 1971 auf. Ein zweites Album, noch mit Frampton aufgenommen, bleibt unveröffentlicht.
Bown und Spinetti gründen mit den Saxofonisten Mike Smith und Allen Jones von Amen Corner sowie dem Sänger Adrian Williams die kurzlebige Band Judas Jump. 1971 produzieren Taylor, der mittlerweile als Discjockey arbeitet, und Steele die Single You Got Me Hangin’ From Your Lovin’ Tree.
Hermanīs Hermits
Herman´s Hermits bringen zwischen 1964 und 1970 mehr als zwanzig Platten in die britischen und neunzehn die amerikanischen Charts. Kopf der Gruppe ist der Sänger Peter Noone (*05.11.1947). Bevor er in das Musikgeschäft einsteigt ist er Schauspieler. 1963 gründen Noone, Derk Leckenby (*14.05.1946 , g), Keith Hopwood (*26.20.1946, g), Karl Green (*31.07.1947, b) und Barry Whitwam (21.07.1946, d) die Gruppe Heartbeats, die sich ein Jahr später in Herman´s Hermits umbenennen. 1964 wird ihre Debüt-Single I´m Into Somethings Good gleich ein Nr.1-Hit. Danach geht es Schlag auf Schlag. Bis 1970 produziert die Band Hit auf Hit. Zum letzten Mal steht die Gruppe 1970 mit Years May Come, Years May Go in den Top-10. Peter Noone geht nach Amerika, wo die Gruppe ihre grössten Erfolge feiert und gründet Ende der 70er Jahre dort die Formation Tramblers. Herman´s Hermits ist weiter in Europa präsent, von den Origialmitgliedern sind nur Derek Leckenby und der Drummer Barry Whitwam aktiv. Leckenby hat gerade eine dreiwöchige Tournee mit der Band beendet, als er in ein Krankenhaus in Manchester eingeliefert wird und am 4.6.1994 an Leukämie stirbt.
The Hollies
Die Ursprünge der Hollies gehen zurück bis in das Jahr 1961. Die Schulfreunde Alan Clarke und Graham Nash treten als Two Teens auf. Etwas später stossen Eric Haydock und Schlagzeuger Don Rathbone (kurz danach ersetzt durch Bobby Elliott) dazu. Man nennt sich erst Fourtones, dann Deltas und schliesslich, als Tony Hicks dazu kommt, benennt man sich in Hollies um. 1963 erhält die Band einen Plattenvertrag bei EMI-Electrola. EMI-Produzent Ron Richards sieht die Hollies im Liverpooler Cavern Club und lädt sie nach London ein. 1963 nimmt die Gruppe ihre erste Single Just Like Me auf. Bereits mit der zweiten Aufnahme Stay sind die Jungs 1963 in der Top-10. Bis 1974 sollen noch weitere achtzehn Top-10-Notierungen folgen. 1968 verlässt Graham Nash die Band und wird durch Terry Silvester ersetzt. 1971 steigt Alan Clarke bei den Hollies aus und der Schwede Mike Rickfors nimmt seinen Platz ein. Mit The Baby haben die Hollies allerdings nur einen Hit mit dem neuen Sänger. 1973 verlässt er die Band wieder und Alan Clarke kommt zurück. 1981 gehen dann auch Bernie Calvert und Terry Silvester. Clarke, Elliott und Hicks bleiben zunächst als Trio zurück. In den 90ern besteht die Band aus: Clarke, Elliott, Hicks, Ray Stiles (ehemals Mud), Alan Coates, Alan Parke und dem am 01.09.2004 verstorbenen Ex-Move-Sänger Carl Wayne.
Die aktuelle Besetzung: Peter Howarth, Tony Hicks, Ray Stiles, Steve Lauri, Bobby Elliott und Ian Parker (Stand: November 2008)
Honeybus
Pete Dello, Colin Hare, Ray Cane und Peter Kirchner gründen 1967 die Gruppe Honeybus. Alle Mitglieder haben vorher in anderen Bands oder als Sessionmusiker gespielt. Im Juni 1967 erscheint ihre Debüt-Single Delighted To See You. Sie wird ebenso wenig ein Hit wie die Nachfolge-Single Do I Figure Your Live. Erst die dritte Single I Can´t Maggie Let Go, geschrieben von Pete Dello, wird im März 1968 Nr. 8 in GB. Genau zu diesem Zeitpunkt verlässt Dello die Band und wird durch Jimmy Kelly ersetzt. Trotz drei weiterer Single-Veröffentlichungen gelingt der Formation kein weiterer Hit. 1969 löst sich Honeybus auf Anraten ihres Managers auf. Die einzige LP der Band erscheint erst nach der Trennung.
The Honeycombs
Die Honeycombs kommen 1963 im Norden Londons als Sherabones in der Besetzung Dennis D´ell (Gesang), Anne Lantree (Drums), John Lantree (Bass), Alan Ward und Martin Murray (Gitarre)< zusammen. Die Band fällt (für die damalige Zeit ungewöhnlich) dadurch auf, dass eine Frau am Schlagzeug sitzt. Joe Meek übernimmt die Produktion der Gruppe, die sich inzwischen Honeycombs nennt, und das aufstrebende Songwriter-Team Ken Howard/Alan Blakely schreibt die Nummer Have I The Right für die Gruppe. Im July 1964 stehen The Honeycombs mit diesem Titel in GB auf Platz eins und zwei Monate später in den US-Charts auf Platz fünf. Es bleibt der einzige Top-10-Erfolg. 1966 fällt die Band wieder in die Bedeutungslosigkeit zurück, wohl auch weil sich das Autorenteam Howard/Blakely vorrangig um Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich kümmert.
Hot Butter
Die instrumentelle Coverband Hot Butter ist ein Projekt des Keyboarders Stan Free. Die anderen Bandmitglieder sind Dave Mullaney, John Abbott, Bill Jerome, Steve Jerome und Danny Jordan. Bei diesem Projekt spielt Free Instrumentaltitel und stellt die elektronisch erzeugten Klänge des Synthesizers in den Vordergrund.
Ihren größten Hit haben sie 1972 mit dem Titel Popcorn von Gershon Kingsley, das in verschiedenen Versionen in die Charts gelangt. Ihre Version erreicht Platz 1 der deutschen und der Schweizer Charts. Ebenfalls 1972 kommen die Pop-Corn Makers (Platz 7) und Anarchic System (Platz 13) mit Popcorn in die deutschen Charts. 2005 wird es nochmals ein Welthit durch Crazy Frog.
Anschließend veröffentlicht Stan Free Synthesizer-Versionen verschiedener bekannter Instrumental-Hits wie Apache oder Tequila, womit er jedoch nicht an den Erfolg von Popcorn anknüpfen kann. Unter seinem richtigen Namen veröffentlicht er vor allem Stücke im Jazz-Bereich. Stan Free stirbt im August 1995.
The Les Humphries Singers
Der Sänger, Pianist, Gitarrist und Songautor Les Humphries (*10.08.1940 in London, +16.12.2007 in London) ist zunächst als Berufssoldat in Deutschland, quittiert mitte der 60er den Dienst und schliesst sich den Rattles und Wonderland an. 1970 gründet er die Les Humphries Singers, die zunächst Gospel-Songs im Rock-Sound singen - später wird die Musik auf Pop- und Rock-Rhytmen erweitert. Als Live-Act feiert man grosse Erfolge und verkauft über 4 Millionen Platten. Mitglieder waren u.a.: Jürgen Drews, Henner Hoier, John Lawton, Judy Archer, Jimmy Bilsbury, Dave Brian, Peggy Evers, Elvira Herbert, Christoper Yim, Earl Jordan, Victor Scott, Malcom Magaron, Sheila MacKinley, Claudia Schwarz, Emily Woods, Tina Kemp-Werner, Enry David-Fascher, Barbara Johnson, Dornée Edwards, Barry St. John, Liz Walker, Myrna David, Linda Übelher, Gail Stevens, Goldy Kloen-Evert und natürlich Liz Mitchell.
1972 heiratet Les Humphries die Sängerin Dunja Raijter, deren Ehe jedoch nicht lange hält. Les profiliert sich auch als Komponist und Songschreiber, er schreibt z.B. die Erkennungsmelodie der Krimi-Serie Derrik. Seine Songs wurden u.a. von Hildgard Knef, Heidi Brühl, Wencke Myhre, Dorthe und Vicky Leandros interpretiert.
Humble Pie
1968 lernt Steve Marriott von den Small Faces den Frontmann Peter Frampton von der Gruppe The Herd kennen. Beide sind unzufrieden mit der Situation in ihren Bands. So beschließen sie eine eigene Gruppe zu gründen und heben 1969 Humble Pie aus der Taufe. Weitere Mitglieder der Anfangsformation sind Greg Ridley und Jerry Shirley. Schon nach den ersten Proben überschlägt sich die englische Musikpresse mit positiven Kritiken und es wird von einer neuen Supergruppe geschrieben. Im Juni 1969 unterschreiben Humble Pie einen Plattenvertrag und kurz darauf erscheint mit As Safe As Yesterday die erste LP. Die erste Single Natural Born Bugie wird zwar im August 1969 Nr. 4 in GB, aber die Verkaufszahlen sind sicher für eine hochgelobte Gruppe eher dürftig. Da weitere Erfolge nicht gelingen, verlässt Peter Frampton die Band um eine erfolgreiche Solo-Karriere zu starten. Für ihn kommt Dave 'Clem' Clempson. 1975 fällt Humble Pie endgültig auseinander.










