Gruppen - M
The Magic Lanters
Gegründet werden die Magic Lanterns in Manchester. Die meisten ihrer Mitglieder sind zuvor bei den Sabres aktiv, die 1962 ihre beste Zeit haben und zu denen auch Kevin Godley und Lol Creme gehören, die später bei 10cc bzw. als Godley And Crème für Furore sorgen. Vorübergehend nannte man sich The Hammers, taufte sich aber bald in The Magic Lanterns um. Die erste Besetzung besteht aus:
Jimmy Bilsbury (vocals),
Peter Shoesmith (guitar),
Ian Moncur (bass),
Allan Wilson (drums).
Wärend eines Auftritts in einem Nachtclub ihrer Heimatstadt werden die Jungs von Roy Hastings entdeckt, dem es vor allem die Softsongs von Jimmy Bilsbury angetan haben. Roy wiederum hat Kontakte zum Musikverleger Mike Collier und dieser vermittelt ihnen einen Plattenvertrag beim CBS-Label. Dort läßt man die Band eine eigene Version von Artie Wayne's US-Release "Excuse Me Baby" einspielen. Die Single wird im Juni 1966 zwar ein Hit, danach setzt die Plattenfirma aber auf falsche Songs, die alle floppen.
1969 veranlasst Collier daher einen Wechsel des Managements. Die Magic Lanterns unterschreiben nun einen Vertrag beim Amerikaner Ronnie Oppenheimer. Dieser engagiert die Crew von Family Dogg (Steve Rowland, Albert Hammond und Mike Hazlewood) als Komponisten, Backgroundsänger und Produzenten um mit der Band neues hitverdächtiges Material einzuspielen. Die Sache klappt auf Anhieb: Die Aufnahme "Shame, Shame" avanciert zum Hit. 1971 löst die Band sich auf.
Jimmy Bilsbury geht nach Hamburg und schließt sich dort den Les Humphries Singers an.
The Mamas & The Papas
San Francisco und Flower Power - hätte es das in dieser Form ohne John Phillips überhaupt gegeben? Wohl kaum! John schreibt nicht nur die Hits für seine Gruppe, auch die Hymne der Blumenkinder San Francisco - gesungen von Scott McKenzie stammt aus seiner Feder. John und Scott spielen zusammen bei den Smoothies und Journeyman, mit letzterer bringen sie bei dem Label Capitol drei LP´s heraus. 1964 gründet John Phillips zusammen mit Dennis Doherty, Michelle Gillian (die er 1962 geheiratet hat) und Cass Elliot die New Jorneyman. Ende 1965 unterschreibt das Quartett einen Plattenvertrag und benennt sich in The Mamas & The Papas um, ein Begriff aus der Biker-Szene. Mit California Dreaming stehen sie Januar 1966 zum ersten Mal in der US-Top-10. Ihre Nachfolge-Single Monday Monday wird ein Welthit - Nr. 1 in den USA, Nr. 3 in GB und Nr. 2 in Deutschland. Nach drei weiteren Top-10-Hits dann 1968 das Aus. Wenig später zerbricht auch die Ehe von John und Michelle. Cass Elliot, die mit bürgerlichem Namen Ellen Cohen heisst, macht sehr erfolgreich als Solistin weiter, stirbt aber am 29.07.1974 im Alter von 33 Jahren. Michelle Phillips widmet sich mit beachtlichen Erfolgen der Schauspielerei. John Phillips fällt mehr durch Drogen und Alkohol auf, die ihn 1981 für 30 Tage ins Gefängnis bringen. Danach denkt er um und unternimmt eine Vortragsreise durch die USA, in der er gegen Drogen predigt. Am 18.03.2001 stirbt John Phillips im Alter von 65 Jahren, wohl auch die Folge seines exersiven Lebens. Dennis Doherty hat als Solist keinen Erfolg und taucht später als Moderator einer populären kanadischen TV-Sendung auf. Am 19.01.2007 stirbt auch er im Alter von 66 Jahren. Somit ist Michelle Phillips das einzige noch lebende Originalmitglied der Mamas & Papas. Die Formation die aktuell unter dem Namen The Mamas & The Papas tourt, hat mit dem dem Original nichts mehr gemein.
Marmalade
Als Dean Ford & The Gaylords beginnt die Karriere von Dean Ford, Graham Knight, Willie Junior Campbell, Pat Fairley und Alan Whitehead aus Glasgow. Sie nehmen einige Platten auf, die sich jedoch nicht platzieren können. Nachdem man bis 1967 durch ganz Schottland getingelt ist, geht die Band nach London und benennt sich in Marmalade um. Im Frühjahr 1968 hat die Formation mit Lovin´ Things ihren ersten Top-10-Erfolg. Es folgt Wait For Me Mary-Ann und Ende 1968 hat die Gruppe mit der Lennon/McCartney Komposition Ob-La-Di, Ob-La-Da ihren ersten Nr.1-Hit. Baby Make It Soon und Reflections Of My Life (1969), Rainbow (1970), Cousin Norman (1971), Rardancer (1972) und Falling Apart The Seams (1976) sind weitere Top-10-Notierungen. 1972 steigt Junior Campbell aus und hat noch im gleichen Jahr mit Hallelujah Freedom einen Top-10-Hit als Solist. Gleichzeitig ändert sich das Image der Band. Aus den netten Jungs von nebenan werden Bad Boys, der Erfolg lässt nach und die Band fällt auseinander. Knight und Whitehead versuchen es mit neuen Musikern, aber an die Erfolge bis 1972 kann man nicht mehr anknüpfen.
Manfred Mann
Der Südafrikaner Manfred Mann, der als Michael Lubowitz am 21.10.1940 in Johanisburg geboren wird, kommt 1961 nach England und gründet 1962 mit Mike Hugg die Mann-Hugg Blues Brothers. Zur Anfangsformation gehören ausserdem Paul Jones Mike Vickers und Dave Richmond. 1963 geben sie im Marquee Club in London ihr Debüt. Ende 1963 der erste Wechsel bei Manfred Mann. Für Richmond kommt Tom McGuiness (der später McGuiness-Flint gründet) und für kurze Zeit spielt Jack Bruce den Bass, bleibt aber nur kurz. Für ihn kommt später der Deutsche Klaus Vormann. Mit dem dritten Titel kommt die Band im Januar 1964 in die Top-10. 5-4-3-2-1, der Titelsong der Musiksendung Ready Steady Go kommt bis auf Platz 5 in den britischen Charts. 1966 verlässt der Lead-Sänger Paul Jones die Band und wird durch Mike D´Abo ersetzt, der sich beim Vorsingen gegen Long John Baldry, Rod Stewart und Wayne Fontana durchsetzt. Mit dem neuen Sänger kommt 1966 die Dylan-Nummer Just Like A Woman in die Charts. Ende 1969 gründet Manfred Mann zusammen mit Hugg die Manfred Mann Chapter 3 und 1972 kommt dann die Manfred Mann´s Earth Band. 16mal steht Manfred Mann von 1964 bis 1978 in den Top-10, die letzten drei Titel als Manfred Mann´s Earth Band, fünf Titel schaffen den Sprung an die Spitze.
Matchbox
Matchbox ist eine britische Teddyboy-Rock-Band, die 1971 gegründet wird. Sie gilt neben den Stray Cats (New Rockabilly) als die Väter des Rock`n’ Roll-Revivals Mitte/Ende der 70er Jahre. Neben Rock`n´Roll bezieht die Band immer wieder pop-orientiertes Songmaterial in ihr Repertoire mit ein. In den 80er Jahren gelingen der Gruppe fünf Top 20 Hits, u.a. Rockabilly Rebel (1979), Midnite Dynamos (1980) und Over The Rainbow (adaptierter Musicalsong, 1980). Ihre letzte Single „I Want Out“ (1983) vom Album Crossed Line wird zusammen mit Kirsty MacColl produziert.
Die instrumentelle Besetzung der Band bleibt durch die Jahre stets ähnlich, aber es finden mehrmals personelle Änderungen statt. In der Anfangszeit (1971) und auf dem ersten Album (Riders in the Sky, 1977) besteht die Gruppe noch aus Wiffle Smith (voc), Steve Bloomfield (lead-, rhythm-, steel-guitar), Rusty Lupton (piano acoustic guitar), Fred Poke (bass) und Bob Burgos (drums). Im Folgejahr wird Smith durch Graham Fenton (bis dahin bei den ‘Hellraisers’) ersetzt, der bis in die 80er Jahre der Leadsänger bleibt. Ihren Durchbruch hat die Band als Begleitung von Bo Diddley und als Support von Carl Perkins. 1979 wird Matchbox mit dem gleichnamigen Album auch in Deutschland dem breiteren Publikum bekannt. Die neue Rockabillywelle beginnt. Neben Bloomfield, Fenton und Poke sind nun Gordon Scott (rhythm-, acoustic guitar) und Jimmy Redhead (drums), beide von den Cruisers, zu hören. Bloomfield setzt jetzt gerne auch die Mandoline ein; für Rockabilly ein eher untypisches Instrument, was für Matchbox durchaus als Markenzeichen verstanden werden kann.
Matthews Southern Comfort
1966 wird der britische Sänger, Gitarrist und Songschreiber Ian Matthews, geboren am 16.06.1946 in Scunthorpe, Lincolnshire als Ian Matthew McDonald, Mitglied der Gruppe Pyramid, die eine erfolglose Single veröffentlicht. Im Herbst 1967 ist Ian Leadsänger der Formation Fairport Convention mit der er 2 LP´s aufnimmt. Im Januar 1969 gründet der Künstler seine eigene Band Mattews Southern Comfort. Der größte Erfolg wir das Stück Woodstock, geschrieben von Joni Mitchell. In GB steht die Aufnahme im September 1970 auf Platz eins. In den USA und Deutschland ist die Version von Crosby, Stills, Nash & Young in den Charts ganz oben.
Ab Januar 1971 versucht sich Ian Matthews als Solist. Der Titel Shake It ist 1978 sein größter Soloerfolg.
The McCoys
Kopf der Teenie-Band The McCoys ist der Gitarrist und Sänger Rick Derringer, der bereits 1963 seine erste Band Rick & The Raiders gründet. Daraus wird zunächst die Rick Z. Combo und ab 1965 die McCoys. Im gleichen Jahr landen sie mit Hang On Sloopy einen weltweiten Hit – u.a. Nr. 1 in den USA, Nr. 5 in GB und Deutschland. Der Nachfolge-Hit Fever erreicht 1965 ebenfalls die Top-10. Alle weiteren Aufnahmen kommen nicht mehr in die Top-20, obwohl die Band weiterhin gutes Material abliefert, wie ihr 1966-Hit Come On Let´s Go beweist. So werden sie 1969 die Begleitband von Johnny Winter und spielen auch für seinen Bruder Edgar Winter. Derringer ist außerdem auf Platten von Steeley Dan, Dan Hartman, Bette Middler, Donald Fagen, Meat Loaf, Bonnie Tyler und vielen anderen zu hören.
The Merseybeats
Die Merseybeats aus Liverpool gehören zum Besten was der Merseybeat zu bieten hat. Auf den Singles sehr romantisch, auf den EP´s und Alben sehr rockig. Gegründet wird die Band von Tony Crane und Billy Kinsley, zur Anfangsbesetzung gehören noch Aaron Williams und John Banks. Im Herbst 1963 haben die Merseybeats mit It´s Love That Really Counts ihren ersten Hit. Im Januar 1964 dann der erste Top-10-Hit da steht die Formation mit I Think Of You auf Platz fünf der UK-Charts. Danach verlässt Kensley völlig unerwartet die Band und wird durch Bob Garner ersetzt, der später Mitglied der Creation wird. 1966 kündigt die Band ihr Auflösung an. Tony Crane und Billy Kinsley gründen im gleichen Jahr The Merseys und haben im April 1966 mit dem Titel Sorrow einen Nr.4-Hit in GB.
Middle Of The Road
Die britische Gruppe Middle Of The Road macht zum Beginn ihrer Karriere ihrem Namen alle Ehre. Anfang der 70er bleiben sie nach einem Kreuzfahrtauftritt und den ersten Erfolgen im italienischen Genua mittellos hängen, ohne Geld für die Rückfahrt. Ein RCA-Direktor hat die Gruppe in seinem Urlaubsort gehört und nimmt Sally Carr (*28.03.1945) nicht 1948, wie andere Quellen ausweisen, Ian Lewis (*15.07.1946), Eric Lewis (*17.06.1947; +06.10.2007) und Ken Andrew (*28.08.1946) unter Vertrag. Sie gehen ins Studio und nehmen 1970 den Song Chirpy Chirpy Cheep Cheep auf. 1971 steht die Aufnahme an der Spitze der britischen Charts und auf Platz zwei in Deutschland. Neben The Sweet, Slade und T. Rex prägen Middle Of The Road musikalisch die erste Hälfte der 70er. Bis 1974 bringt die Formation weitere sechs Titel in die Top-10. Ab 1976 zieht sich Sally Carr ins Privatleben zurück und beschäftigt sich auf ihrem Anwesen in der Nähe von Glasgow (Schottland) mit Bauernmalerei. Seit den 90ern ist sie bei Oldie-Events wieder auf der Bühne zusehen. Als Originalmitglied ist neben Sally noch Drummer Ken Andrew mit von der Partie.
Was die wenigsten wissen, hat bei einem Auftritt der Band in Italien die Schauspielerin Sophia Loren zusammen mit Sally Carr ein Stück auf der Bühne gesungen.
Zudem gibt es eine LP aus den frühen 70ern, mit The Sweet auf der einen- und Middle Of The Road auf der anderen Seite. Der Grund: beim Erscheinungsdatum hatten beide Gruppen noch nicht genug Song-Material um eine komplette LP zu füllen.
Midnight Oil
Die aus Sydney stammende Formation Midnight Oil kommt 1975 zusammen. Peter Moginie, Martin Rotsey, Dwayne Hillman, Rob Hirst, Peter Gifford und James Andrew nennen sich zunächst The Farm. Dann kommt Peter Garett zur Gruppe und vieles verändert sich. 1977 folgt dann die Umbenennung in Midnight Oil. Ende `78 erscheint die erste Single Run By Night. Lieblingsthemen der Band sind: Umweltschutz, Anti-Krieg, Anti-Atom und Anti-Establishment. 1988 kommt der Titel Beds Are Burning in die Charts und wird der erste Top-10-Erfolg für Midnight Oil. In diesem Lied geht es um die Umweltproblematik und darum, dass die Natur ihr Recht fordert, während viele immer noch so tun, als ginge sie das nichts an. Bis 1994 gibt es regelmäßige Welttourneen und Gastspiele bei den große Open Air-Festivals.
Nach längerer Schaffenspause erscheint 1998 das Album Redneck Wonderland.
The Moody Blues
Im Mai 1964 wird der Grundstock für die britische Gruppe The Moody Blues gelegt. Denny Lane hat gerade seine Gruppe Diplomats aufgelöst und sucht neue Musiker für eine Band. Er findet sie in Ray Thomas, Mike Pinder (beide haben im Hamburger *Star-Club mit den Crewcats gespielt), Graeme Edge und Clint Wawrick. Im Anfang nennt man sich Moody Blues Five und noch im August 1964 erscheint die Debüt-Single Loose Your Money. Der erste Nr.1-Hit folgt schon ein Jahr später. Da steht die Aufnahme Go Now ganz oben. Die nächsten Singles kommen nicht mehr in die Top-20 und so beschliesst man im Oktober 1966 die Band aufzulösen. Nur einen Monat später beleben Pinder, Thomas und Edge die Formation neu und holen mit John Lodge und Justin Hayward zwei neue Mitglieder in die Band. Ende 1967 erscheint die von Hayward geschriebene Nummer Nights in White Satin. Das Stück kommt in GB bis auf Platz 19 und soll im Laufe der Jahre zum Markenzeichen für Moody Blues und ein Millionseller werden. 1972 ist die Single ein weiteres Mal in den Charts, klettert in den USA bis auf Platz zwei und in GB auf Position neun. 1970 hat man mit Questions einen weiteren Top-10-Hit. In den 70ern weiss man nie so genau ob es die Band überhaupt noch gibt. 1978 nimmt man mit Octave wieder eine Platte auf; es wird die erste Platin-LP überhaupt. Danach verlässt Pinder die Band. 1986 tauchen die Moody Blues noch einmal in den Charts auf und stehen schaffen es mit Wildest Dreams bis auf Position neun in den USA.
Modern Talking
Modern Talking – das sind Dieter Bohlen (*07.02.1954 in Oldenburg) und Thomas Anders (*01.03.1963 in Münstermaifeld als Bernd Weidung). Dieses Duo gehört ganz ohne Zweifel zu den erfolgreichsten deutschen Acts. Von 1985 bis 1987 haben die Beiden sieben Top-10-Hits, von denen fünf auf Platz eins erreichen. Der Titel Brother Louie erreicht zudem Platz vier in den britischen Charts. Massive Streitigkeiten zwischen Dieter und Thomas bedeuten 1987 erst einmal das Aus von Modern Talking. Ende der der 90er gibt es eine Reunion und 2003 ist endgültig Schluss. Thomas Anders ist sowohl nach der Trennung 1987, als auch nach 2003 als Solointerpret und anderen Projekten erfolgreich. Dieter Bohlen hebt 1988 die Formation Blue System aus der Taufe. Er ist Komponist und Produzent vieler Top-Künstler und von Blue System, in erfolgreichen TV-Formaten (wie z.B. Deutschland sucht den Superstar und das Supertalent) Chef-Juror. Dieter Bohlen ist mit weltweit rund 80-Millionen verkauften Tonträgern, 300 mal Gold und 50 mal Platin der erfolgreichste deutsche Musikproduzent aller Zeiten.
The Monkees
Im September 1965 werden per Zeitungsanzeige vier verrückte Typen für eine TV-Serie über eine Musikgruppe gesucht. Nach einigen Tests (heute würde man Casting sagen) nimmt man mit Michael Nesmith (*30.12.1942 in Houston, Texas, USA) und Peter Tork (*13.02.1942 in Washingthon D.C., USA) zwei Musiker und die zwei hoffnungsvollen Schauspieler Micky Dolenz (*08.03.1945 in Los Angels, USA) und Davy Jones (*30.12.1945 in Manchester, GB). Unter den Bewerbern die abgelehnt werden sind u.a. Stephen Stills (wegen seiner schlechten Zähne) und Danny Hutton, der daraufhin Three Dog Night gründet. Nesmith, Tork, Dolenz und Jones sind also The Monkees. Im September 1966 wird die erste Folge der TV-Serie ausgestrahlt, die sehr populär wird. Insgesamt 52 Folgen werden produziert und gesendet. Die Songs der einzelnen Folgen werden sehr schnell zu Hits und steigen in die Charts ein. Last Train To Clarksville ist im September die erste Nr. 1 der Monkees in den USA. Die nächste Single I´m A Believer, geschrieben von Neil Diamond, ist im Dezember 1966 Nr. 1 in den USA und GB sowie im Januar 1967 auch in Deutschland an der Spitze der Charts. Es folgen bis 1968 fünf weitere Top-10-Notierungen. Peter Tork will 1968 als Erster aussteigen. Um sich aus dem Vertrag freizukaufen muss er 160.000 Dollar zahlen. Der Rest der Gruppe trennt sich 1970. Der Musiksender MTV sendet 1986 die 52 alten Monkees-Episoden noch einmal worauf sich Peter York, Micky Dolenz und Davy Jones wieder zusammenfinden und 1986 sieben LP´s in die US-Charts bringen.
Mott The Hoople
Die englische Band Mott The Hoople wird 1969 gegründet. In der Besetzung - Overend Watts, Mick Ralphs, Verden Allen, Dale Griffin, Ian Hunter und Mick Ronson - bleibt die Band bis 1973 zusammen. Im genannten Jahr hat die Gruppe auch ihre drei Top-Hits. 1972 will Mott The Hoople eigentlich aufgeben, aber David Bowie, ein Fan der Gruppe, kann sie zum Weitermachen überreden. Mitte 1973 kommen mit Ex-Love Affair-Keyboarder Morgan Fisher und Mike Balton zwei neue Mitglieder. Zwei Monate später verlässt Mick Ralphs die Band und wird Mitglied bei Bad Company. Im August 1973 hat die Gruppe mit All The Young Dudes den ersten Top-10-Erfolg. Es folgen mit All The Way From Memphis und Roll Away The Stone die letzten beiden Top-10-Notierungen der Band. 1974 verlässt Ariel Bender die Formation und wird durch Blue Weaver von Amen Corner ersetzt. Große Erfolge gelingen Mott The Hoople nicht mehr.
The Move
Nachdem das britische Alround-Talent Roy Wood ab 1963 diverse Bands in seiner Heimatstadt Birmingham durchlaufen hat, gründet er im Februar 1966 die Formation The Move. Zu den Gründungsmitgliedern gehören neben Wood: der Lead-Sänger Carl Wayne, Bev Bevan (Drums), Trevor Burton (Gitarre) und Ace Kifford (Bass). Mit einer gelungenen Mixtur aus Flower Power, Psychedelic und Beat haben sie grossen Erfolg. Die Single Night Of Fear wird im Februar 1967 die erste Hitnotierng; Platz 2 in GB. Mit I Can Hear The Grass Grow und Flowers In The Rain gibt es im gleichen Jahr zwei weitere Top-10 Notierungen. Es folgen bis 1971 vier weitere Top-10-Einträge, wovon Blackberry Way 1968 ein Number-One-Hit wird. Im gleichen Jahr verlässt Kifford die Band und wird durch Rick Price ersetzt. Ein Jahr später steigt Wayne aus, für ihn kommt Jeff Lynne. Im Oktober gründet Roy Wood das Electric Light Orchestra, lässt aber zunächst Move nebenher weiterlaufen. Im August 1972 stratet Wood mit Wizzard ein weiteres Projekt, das zur Folge hat, das Jeff Lynn sich bei ELO mehr und mehr zum Boss entwickelt.
Mud
1966 wird die britische Rock´n-Roll-Revival-Band Mud (was soviel wie Schmutz, Dreck bedeutet) gegründet. Sänger Les Gray, die Gitarristen Ray Stiles und Rob Davis sowie Drummer Dave Mount stammen alle aus Carshalton, Surrey. Nachdem sie auf dem RAK-Plattenlabel von Mickie Most Aufnahmen veröffentlichen kommt der Erfolg. Crazy ist im Frühjahr 1973 die erste Hit-Notierung. Im Herbst des gleichen Jahres folgt mit Dyna-Mite der erste Top-10-Erfolg. Die Gruppe kann bis 1976 zehn weitere Titel in der Top-10 platzieren, von denen Tiger Feet und Lonely Christmas (1974) sowie Oh Boy (1975) bis auf Platz eins kommen. Lean On Me ist 1976 der letzte Hit. Die Band verlässt die Plattenfirma und Sänger Les Gray versucht sich als Solist. Im Zuge der Revivalwelle wollen auch Mud sich 2004 wieder formieren. Doch am 24.02.2004 stirbt Sänger Les Gray an Krebs. Drummer Dave Mount begeht am 02.12.2006 Selbstmord.
Mungo Jerry
Mungo Jerry löst ab Anfang der 70er mit ihrer Musik einen regelrechten Skiffle-Revival-Boom aus. Kopf der Gruppe ist Ray Dorset (*21.03.1946, vog/g), der die Formation 1969 gründet. Weitere Mitglieder sind Colin Earl, Paul King und Mike Cool. Ray hat zuvor in der Band Camino Real und dem Trio The Good Earth Rock´n Roll Band gespielt. Mit der Aufnahme In The Summertime stürmt das Quartett 1970 weltweit die Charts. Ab 1974 macht Ray Dorset Solo-Aufnahmen und schreibt 1980 für Kelly Marie den Nr.1-Hit Feels I´m Like In Love. Ray wohnt heute mit seiner deutschen Frau in der Nähe von Bielefld und tritt von Zeit zu Zeit noch bei Oldie-Events auf.
Music Explosion
Music Explosion ist eines der frühen Projekte der Bubblegum-Könige Kasenetz/Katz. Jamie Lyons, Don Atkins, Rick Nesta, Butch Avery und Bob Avery haben 1967 mit Little Bit O´Soul einen Nr. 2-Hit in den USA. Diese Aufnahme wird ein Millionseller, bleibt aber auch der einzige Erfolg. Ihre nächste Single Sunshine Game kommt nicht einmal in die Top-60.
So reiht sich Music Explosion und Little Bit O´Soul nahtlos in die vielen One-Hit-Wonder ein.

















