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The Walker Brothers
Im August 1963 gründen Scott Walker (*09.01.44 als Noel Scott Engel), John Walker (*12.11.43 als John Maus) und Gary Walker (*03.09.44 als Gary Leeds) die Walker Brothers. Schon im Oktober 1964 nimmt die Formation vier Titel auf und erhält einen Vertrag beim Smash-Label von Mercury. Ende des Jahres 1964 gehen die drei auf Drängen von John Maus nach England, weil man dort grössere Erfolgschancen sieht. In der Tat soll die Gruppe in den nächsten drei Jahren dort erfolgreicher sein als in den USA. Der Titel Love Her ist im Frühjahr 1965 die erste Hitnotierung. Es folgen Make It Easy On Yourself Nr.1 in GB und Top-20 in den USA, My Ship Is Coming ist im Dezember 1965 Platz Nr.3 in GB Im Frühjahr 1966 dann der grösste Erfolg der Walker Brothers. The Sun Ain´t Gonna Shine Anymore wird Nr.1 in GB und Nummer 13 in den USA und Platz 5 in Deutschland. Nach fünf weiteren Hitnotierungen bis 1967 trennt sich die Band und alle drei versuchen sich als Solisten. Mitte 1975 kommen die Walker Brothers nocheinmal zusammen und sind mit No Regrets im Januar 1976 in GB auf Platz sieben. Bis 1978 kommt es zu weiteren Projekten – jedoch ohne Erfolg.
Wallenstein
Die deutsche Rock-Gruppe Wallenstein rechnet man auch dem sogenannten Krautrock der 70er Jahre zu.
Die Formation wurde im Sommer des Jahres 1971 unter dem Namen "Blitzkrieg" von dem ambitionierten Viersener Kunststudenten Jürgen Dollhase gegründet, der bereits in klassischer Musik an Klavier und Kontrabass geschult war und in Skiffle- sowie Jazz-Formationen gespielt hatte. An der Gründung beteiligt waren außerdem Peter Giehlen und Corrado Faccioni. Wallenstein entsand als eine Art Retorenkind, suchten sich Dollhase und Faccioni die ursprüngliche Besetzung bei anderen Bands zusammen.
Da der Name Blitzkrieg schon von einer englischen Band benutzt wurde, benannte sich die Gruppe Anfang 1972 in Wallenstein um, nach dem bekannten Feldherrn gleichen Namens aus dem 30-jährigen Krieg. Ebenfalls 1972 erschien das Debüt-Album "Blitzkrieg" und noch im gleichen Jahr Album Nr. 2 mit dem Titel "Mother Universe".
Nachdem man mehrfach den musikalischen Stil gewechselt hatte, tauschte Dollhase 1978 alle Bandmitglieder aus. Durch einen Auftritt in der ZDF-Sendung Disco mit Ilja Richter, erreichte Wallenstein mit dem Single-Hit "Charline" 1979 Platz 17 in den deutschen Pop-Charts. Einen Nachfolgehit hatte die Band dann noch mit der Single-Auskoppelung "Don´t Let It Be" vom Album Blue Eyed Boys.
Von März bis Juni 1981 gingen die Musiker von Wallenstein das letzte Mal auf Tournee.
1982 löste sich die Gruppe dann endgültig auf.
Whistling Jack Smith
Die Nummer I Was Kaiser Bill´s Batman ist ein Stück der Songschreiber Roger Greeway und Roger Cook, die wie üblich zu der Zeit, von Studiomusikern aufgenommen wird. Die Platte kommt im März 1967 in die Charts, erreicht in GB Platz fünf, in Deutschland Platz vier und wird vergoldet. Deshalb muss nun schnell jemand gefunden werden, der gut pfeifen kann. Man findet ihn schliesslich in Billy Moeller, der den Song als Whistling Jack Smith präsentiert. Es soll der einzige Hit bleiben, eines der vielen One-Hit-Wonder.
White Plains
Eines der vielen Studioprojekte Anfang der 70er Jahre sind die White Plains. Leadsänger ist der am 14.04.1942 geborene Tony Burrows, der auch an vielen anderen Projekten beteiligt ist. Die anderen Mitglieder der Band – Robin Shaw, Pete Nelson und Roger Greenway. Im Februar 1970 kommt der Top-10-Hit My Baby Loves Lovin´ in die Charts. Julie Do Ya Love Me ist im Oktober 1970 ein weiterer Top-10-Erfolg. 1971 folgt When You Are A King und kommt immerhin noch in die Top-20. Anfang 1973 ist Step Into A Dream dann der letzte Hit für die White Plains.
The Who
Die Anfänge der Who gehen zurück bis Ende der 50er. Schon da spielen Pete Townshend und John Entwistle zusammen. 1962 holt Roger Daltry zuerst John Entwistle und wenig später auch Pete Townshend in seine Band Detours. Drummer ist der zehn Jahre ältere Doug Sandom, der später durch Keith Moon ersetzt wird. Im Herbst 1964 sucht der Regisseur Kit Lambert eine Gruppe für einen Film. Er sieht die Band die sich zu dem Zeitpunkt High Numbers nennt und so begeistert von ihnen ist, dass er sie mit 500 Pfund aus dem Vertrag kauft und in The Who umbenennt. Er fördert sogar die gelegentlichen Ausfälle der Band die ihr gesamtes Equipment auf der Bühne zu zerstören, weil er es für einen guten Promotiongag hält. Mit I Can´t Explain ihrer ersten Aufnahme unter dem Namen The Who, ist die Gruppe Nr.2 in GB. Mit Titeln aus ihren Anfangstagen wie I Can´t Explain, My Generation oder Subitute sind The Who das Sprachrohr der britschen Jugend jener Zeit. Bis 1981 hat man insgesamt zwölf Top-10-Hits. Die meisten Stücke schreibt Pete Townshend im Alleingang. Ihm sind auch die Rockopern Tommy (1969) und Quadrophonia (1973) zu verdanken. Den ersten Wechsel der Band gibt es, als der Drummer Keith Moon an einer Überdosis Drogen stirbt. Er wird duch Kenny Jones (Ex-Small Faces und Faces) ersetzt. Auf einer US-Tournee stirbt am 06.02.2003 völlig unerwartet der Bassist John Entwistle auf dem Hotelzimmer an Herzversagen. 1990 werden The Who in die Rock´n Roll Hall Of Fame aufgenommen.
Wishful Thinking
1963 gründen Roy Daniels (Gesang), Richard Taylor (Leadgitarre), Alan Elkins (2. Leadgitarre), Roger Charles (Bass) und Brian Allen (Schlagzeug) die Gruppe "The Emeralds". Bereits 1964 verläßt Elkins die Formation. 1965 wird Richard Taylor durch Terry New (Leadgitarre) ersetzt und 1966 erscheinen unter dem neuen Bandnamen "Wishful Thinking" die ersten 3 Singles. Mit dem Stück „Step by Step“ haben sie einen Achtungserfolg in der „Big L Fab 40“, einer Hitparade beim Piratensender Wonderful Radio London. 1967 verläßt Sänger Roy Daniels die Band. Das Band-Karussell dreht sich unaufhörlich.
1973 sind Wishful Thinking (von der Ur-Bestzung ist inzwischen keiner mehr dabei) am Soundtrack zum britischen Musikfilm That’ll be the day (mit David Essex und Ringo Starr) beteiligt. Sie steuern einen Song bei und sind neben Billy Fury bei einem Tanzwettbewerb zu sehen.
1980 löst sich die Gruppe auf. 25 Jahre später, im April 2005, kommt es in der Besetzung Kevin Finn, Brian Allen, Tony Collier und John Franklin zu einer Wiedervereinigung bei der RTL-Sendung „Die ultimative Chartshow“.
Von den Singles, die Wishful Thinking aufnimmt, wird nur Hiroshima richtig erfolgreich. Dieser bedrückende Song über den Atombombenabwurf wird 1969 von Dave Morgan (in den 1980er Jahren Mitglied beim Electric Light Orchestra) geschrieben. 1971 wird er als B-Seite der Single Clear White Light veröffentlicht. Die Single floppt in England. Mitte der 1970er Jahre entwickelt sich das Stück aber in Deutschland zu einem beachtlichen Erfolg und erreicht 1978 Platz-Nr. 8 der Charts. Insgesamt bleibt es 44 Wochen in der Hitparade. Auch zwei Coverversionen werden sehr bekannt. 1982 nehmen die Puhdys eine deutsche Version auf und 1990 kommt die deutsche Popsängerin Sandra mit der von Michael Cretu produzierten Fassung bis auf Platz-Nr.4 der Deutschen Hitparade.
Wonderland
Nach seiner Bundeswehrzeit und dem Ausstieg bei den Rattles gründet Achim Reichel 1968 in Hamburg die Band Wonderland
Die erfolgreiche Debüt-Single Moscow, steigt am 1. August 1968 in Deutschland auf Platz 20 ein und klettert bis auf Platz 15. Es folgt eine ebenso erfolgreiche Tournee als Vorgruppe der Bee Gees. Die Gruppe landet 1969 bei der Wahl der besten deutschen Bands durch Fachjournalisten auf Platz 3. Mit am Erfolg beteiligt ist ihr Produzent - James Last.
1971 verliert Achim Reichel das Interesse an der Gruppe und widmet sich anderen Projekten. Les Humphries verläßt die Band 1969, um seine Erfolgs-Gruppe Les Humphries Singers zu gründen. Dicky Tarrach entwickelt sich zu einem gefragten Studiomusiker und macht in den 1980er Jahren sowohl als Solist (Tarracco) sowie auch als Mitglied von Moti Special (Cold Days - Hot Nights) von sich reden.
Mitglieder von Wonderland:
Achim Reichel, * 28. Januar 1944
Reinhard „Dickie“ Tarrach, * 21. September 1944
Les Humphries, * 10. August 1940, † 26. Dezember 2007
Frank Dostal, * 16. Dezember 1945
Helmuth Franke, * 17. Januar 1943
Später: Dieter Barth, 22. Juni 1954
Wizzard
Die britische Formation Wizzard ist ein weiteres Projekt von Roy Wood, der Anfang der 70er Jahre nach seinen großen Erfolgen mit Move nach einer neuen Herausforderung sucht. Die Eine heißt ELO, die Andere ist Wizzard. Beide Projekte laufen parallel und sind überaus erfolgreich. Schon die Anfänge von ELO zeigen das es mehr die Gruppe des Band-Kollegen Jeff Lynne werden soll. Also macht Roy mit Wizzard seinen eigenen Ableger von Move. Ball Park Incident ist 1972 der erste Top-10-Hit. 1973 folgen See My Baby Jive und Angel Fingers. Beide Aufnahmen kommen in GB auf Platz eins. Mit – I Wish It Could Christmas Everyday (1973), Rock´n Roll Winter und Are You Ready To Rock (1974) sind weitere Hits der Band. 1975 trennt sich die Formation.
The Yardbirds
1963, als GB der Rhytm & Blues blüht, werden die Yardbirds gegründet. Eine Band mit häufigem Mitgliederwechsel. So spielen im Verlauf der Bandgeschichte Keith Relf, Paul Samwell-Smith, Chris Drea, TonyTopham, Jim McCarty, Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page bei den Hinterhofvögeln. Schon im Gründungsjahr verlässt Topham die Band und wird durch Eric Clapton ersetzt. 1964 erhält die Band einen Plattenvertrag und bringt im gleichen Jahr die Debüt-Single I Wish You Would heraus. Good Morning Little Schoolgirl wird im Herbst des gleichen Jahres die erste Chartnotierung. Der erste Top-10-Erfolg ist im März 1965 For Your Love Nr.3 in GB und Nr.6 in den USA. Zu diesem Zeitpunkt geht Eric Clapton wieder, ihm gefällt diese Aufnahme und Art der Musik nicht, für ihn kommt Jeff Beck. Es folgen bis 1966 vier weitere Top-10-Notierungen. Am 07.07.1968 wird die offizielle Trennung der Yardbirds bekanntgegeben. Dreja wird Fotograf, Relf und McCarty planen eigene Bands und Jimmy Page gründet die New Yardbirds aus denen später Led Zeppelin werden. Keith Relf stirbt am 14.05.1976 an einem Stromschlag durch seine Gitarre. 1992 werden die Yardbirds in die Rock´n Roll Hall Of Fame aufgenommen.
The Zombies
Im Frühjahr 1963 gründet der 1945 geborene Keyboarder Rod Argent die Zombies. Zur Besetzung gehören Colin Blunstone, v (*1945), Paul Atkinson, g (*1946), Chris White, b (*1943) und Hugh Grundy, d (1945). 1964 erhält die Gruppe einen Plattenvertrag bei Decca. Mit ihrer Debütsingle She´s Not There erreichen sie in GB Platz zwölf und in den USA sogar Position zwei. Auch ie Nachfolge-Single Tell Her No wird Anfang 1965 ein Top-10-Erfolg in den USA. Den Zombies gelingen im gleichen Jahr in den USA zwei weitere Hit-Notierungen, die nächsten Platten floppen aber. Mitte 1967 läuft der Plattenvertrag aus und wird nicht verlängert, auch Veröffentlichungen auf CBS bringen keinen Erfolg. Die Gruppe fällt auseinander. Im Frühjahr 1968 bringt CBS die LP Odyssey And Oracle heraus und die Singleauskoppelung Time Of The Season erreicht im Februar 1969 Platz zwei in den US-Charts.









