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Interpreten - I / J

Frank Ifield

Der am 13.11.1937 in Coventry, GB geborene Frank Ifield zieht im Alter von 9 Jahren mit seiner Familie nach Australien. Die dortigen Radiostationen spielen zu jener Zeit viel Country & Western. Frank wird von dieser Musik infiziert und beginnt sie nachzuspielen. 1950, im Alter von 13 Jahren nimmt er mit Did You See My Daddy Over There seine erste Platte auf und wird auf dem fünften Kontinent zum absoluten Star. 1959 kehrt Frank Ifield nach GB zurück und gehört bis zum Beginn der Beatlemania auch hier zu den Superstars. Mit seiner Single I Remember You ist er im Juni 1962 Nr. 1 in GB und Nr. 5 in den USA. Es ist der grösste internationale Erfolg für den Sänger. In den Charts werden seine Platten bis Anfang 1967 notiert.

Terry Jacks

1968 gründet Terry Jacks (*29.03.1944 in Winnipeg, Manitoba, Kanada) mit seiner späteren Frau Susan Pesklevits die Poppy Family, die sich 1973 wieder trennt. Danach arbeitet Jacks unabhängig und wirkt 1972 an einem Album der Beach Boys mit, für das er Seasons In The Sun, die englische Version von Le Moribond des belgischen Sängers Jacques Brel aus dem Jahr 1961 vorschlägt.
1964 hat der Texter Rod McKuen dieses ins Englische übersetzt und das Kingston Trio hat es aufgenommen. Es verkauft sich zwar nicht sehr gut, bleibt Terry Jacks jedoch im Gedächtnis. Nachdem die Beach Boys abgelehnen, den Song ins Album zu nehmen, schreibt Jacks ihn teilweise um und veröffentlicht ihn 1973 selbst. Seasons In The Sun schafft es in den USA und in Kanada bis an die Spitze der Charts und verkauft sich weltweit millionenfach; in den USA bleibt er 15 Wochen, in Kanada 17 Wochen in den Charts.
„Seasons in the Sun“ ist die Geschichte eines im Sterben liegenden jungen Mannes, der sich von seinen Nächsten und Freunden verabschiedet. Während McKuen versucht hat, möglichst nahe an Brels Original zu bleiben, nimmt Jacks zu McKuens Missvergnügen einige Änderungen in der letzten Strophe vor. Es bleibt allerdings der einzige kommerzielle Erfolg.
Terry Jacks engagiert sich später in Kanada und den USA als Aktivist der Umweltschutzorganisation Environmental Watch.

Jefferson

Der britische Sänger Jefferson wird am 11.03.1944 als Geoffrey Turton in Birmingham geboren. Seine musikalische Karriere beginnt er 1961 als Leadsänger und Solo-Gitarrist in der Formation The Rockin´ Berries. Die Gruppe tourt durch England und Europa und macht sich mit Coversongs einen Namen.
Nachdem sich die Gruppe 1968 auflöst, startet Geoffrey Turton seine Solo-Karriere. Seine erste Single Don´t You Believe It floppt, und so rät ihm sein Produzent unter dem Künstlernamen Jefferson weiterzumachen. 1969 ist er mit der Paul-Ryan-Nummer The Colour Of My Love in England erfolgreich. Ende des gleichen Jahres steigt er mit Baby Take Me In Your Arms in die US-Top-40 ein. Auch zwei LP´s aus dem gleichen Zeitraum kommen in die Charts. In seinem erfolgreichsten Jahr hat Jefferson einen schweren Autounfall, der ihn für sechs Monate an das Krankenbett fesselt. Basierend auf seinem großen US-Single-Erfolg tourt Jefferson anschliessend durch Amerika, wechselt die Plattenfirma und bringt eine neue Single und auch LP auf den Markt. Die Single I Love You This Much floppt, wird allerdings später ein Erfolg für das holländische Pop-Duo Mouth & MacNeal.
In den späten 70ern lässt er die Rockin´ Berries wieder neu aufleben und tourt mit ihnen.
2001 bringt Jefferson eine CD mit seinem grössten Erfolg Colour Of My Love und unveröffentlichtem Material heraus.

Billy Joel

Er gehört zweifelsohne zu den amerikanischen Superstars der Musik. Der Sänger und Songschreiber Billy Joel (* 9. Mai 1949 als William Martin Joel) wächst in Hicksville auf Long Island im Staat New York auf.
Schon als Kind ist Billy Liebhaber klassischer Musik und nimmt Klavierunterricht. Mit 15 Jahren beginnt er in verschiedenen Rock-Bands zu spielen.
Ab Ende der 1960er arbeitet er zudem als Studiomusiker für verschiedene, namhafte Künstler (u. a. Chubby Checker und The Shangri-Las) und tritt als Billy Martin in Piano-Bars auf.
1972 wird die Plattenfirma Columbia Records auf ihn aufmerksam. Mit dem Album Piano Man gelingt ihm 1973 die erste Platzierung in den Charts. Der große Durchbruch kommt 1977 mit The Stranger. Das Album wird mit einem Grammy ausgezeichnet und erzielt Platin-Status.
Als erster amerikanischer Rockstar geht Billy Joel 1987 auf Tournee in der damaligen Sowjetunion. Diese Tour inspiriert ihn auch zum Titel Leningrad aus dem Album Storm Front (1989). Ein weiterer Hit aus dem Album ist das als Single ausgekoppelte We Didn’t Start the Fire, dessen Text die wichtigsten Ereignisse, Personen und Gegenstände der Geschichte zwischen 1949 und 1989 enthält. Dieses Stück belegt Platz eins in den US-Charts und wurde für einen Grammy nominiert.
Auch das vier Jahre später erschienene Album River of Dreams beschert ihm große Erfolge, darunter vier Grammy-Nominierungen.
In den folgenden Jahren tritt Billy Joel hauptsächlich mit Gemeinschaftsprojekten und bei Benefizkonzerten in Erscheinung. Ab Januar 2006 geht der Sänger wieder auf Tournee, die ihn am 29. Juni (Hamburg) und 2. Juli 2006 (Frankfurt) auch für zwei Konzerte nach Deutschland führt; zum ersten Mal seit zwölf Jahren. Im Rahmen dieser Tour hat er zwölf Mal in Folge im ausverkauften Madison Square Garden gespielt, was vor ihm noch keinem Künstler gelingt. Als Abschluss der Europa-Tour spielen er und Bryan Adams am 31. Juli 2006 vor 500.000 Zuschauern bei einem Gratis-Konzert vor dem Kolosseum in Rom.

Kevin Johnson

Der australische Sänger Kevin Johnson wird 1974 durch das Stück „Rock ‘n Roll (I Gave You the Best Years of My Life)“ bekannt.
Er beginnt seine Karriere bei der Gruppe Candymen und schreibt in seiner Freizeit Songs, die ihm einen Vertrag bei einem Musikverlag einbringen. Kevin zieht nach Sydney um, wo er seine ersten Singles, darunter 1968 „Woman You Took My Life“ veröffentlicht. 1971 startet seine erste Australien-Tournee. Im gleichen Jahr gelingt ihm mit der zweiten Single, „Bonnie Please Don’t Go (She’s Leaving)“, in seiner Heimat der Durchbruch – der Song klettert auf Platz 15 der australischen Charts, eine Coverversion von Jim Ed Brown wird ein Erfolg in den Countrymusik-Charts in den USA.
1973 veröffentlicht er seinen Song „Rock ‘n Roll (I Gave You the Best Years of My Life)“ und startet weltweit durch. Die Single steigt auf Platz 4 in den Charts und kommt im Laufe der nächsten zwei Jahre auch in den USA, in GB und vielen Ländern Europas in die Hitparaden. Der Song wird von vielen Künstlern in aller Welt gecovert und mehrere zehn Millionen mal verkauft.
Seither hat Kevin Johnson viele bekannte Songs geschrieben, die von so unterschiedlichen Künstlern wie Cliff Richard, Des O’Connor, Gary Glitter, Harry Chapin, Joe Dassin, John Leyton, Mac Davis, Roger Whittaker, Sonny Curtis, Terry Jacks, The Cats, Tom Jones, Travis Tritt oder Val Doonican gecovert werden.
In der zweiten Hälfte der 70er und in den 80er Jahren ist Johnson regelmäßiger Gast in Fernsehshows in Australien und Europa. In Deutschland nimmt er 1982 zwei Lieder mit James Last auf, „My Bonnie Lies Over the Ocean“ und „Rolling Home“, die auf der Last- LP „Nimm mich mit Käpt’n James auf die Reise“ erscheinen.

Tom Jones

Der Waliser Tom Jones, geboren am 07.06.1940 als Thomas Jones Woodward, hat eigentlich Sandie Shaw seinen ersten Nr.1-Hit zu verdanken, denn sie hatte den Titel It´s Not Unusual, der ihr angeboten wurde abgelehnt, weil er ihr nicht gefiel. Diese Nummer ist 1965 Nr.1 in GB und damit beginnt der Aufstieg von Tom Jones und eine beispiellose über 40jährige Karriere. Ab Anfang der 70er zählt Tom der Sänger zu den den grossen Stars als Sänger und Entertainer in Las Vegas. Seine Hitparadenerfolge reichen bis über das Jahr 2000 heraus. Über 20 Top-10-Notierungen allein in GB, USA und Deutschland sind eine stolze Billanz. Mit It´s Not Unusual (1965), Green, Green Grass Of Home (1966), Delilah, Help Yourself (1968) und Sex Bomb (2000) steht der Frauenschwarm auf Platz Nr.1.

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