Interpreten - M
Barry Manilow

Der US-amerikanische Sänger Barry Manilow lernt schon früh das Klavier spielen. Bevor der am 17.006.1943 in Brooklyn als Barry Alan Pincus, so sein bürgerliche Name, selbst zum Star wird, ist er Pianist und Arrangeur von Bette Midler. So produziert Manilow 1972 auch ihr erstes Album.
Der Erfolg mit Bette Midler sorgt dafür, dass er 1973 sein erstes Soloalbum veröffentlichen kann. 1974 hat er mit dem Song Mandy seinen ersten Welthit und wohl bis heute seinen größten Erfolg. Mit diesem Song beginnt seine weltweite Karriere als einer der erfolgreichsten Sänger im Showbusiness. Innerhalb von fünf Jahren verkauft er 23 Millionen Schallplatten. In den 80er Jahren gehen zwar seine Plattenverkäufe zurück, doch tritt er 1984 zehn Abende in der ausverkauften Radio City Music Hall in New York auf.
Ab 1989 zieht er mit seiner Show Live On Broadway auf einer erfolgreichen Mammut-Tournee um die Welt. Auch in den 90ern und im neuen Jahrtausend ist er mit großen Shows in Las Vegas und weltweiten Tourneen präsent.
Bob Marley
Bob Marley Mitbegründer des Reggae gehört sicher zu den bedeutendsten Vertretern dieser Musik. Der jamaikanische Sänger, Gitarrist und Songwriter erlangt ab Mitte der 70er mit seiner Band The Wailers internationalen Ruhm.
Geboren wird der Sohn einer dunkelhäutigen Mutter und eines weißen Offiziers der britischen Armee am 06. 02.1945 in Nine Miles, Jamaica.
Songs von Marley wie: Buffalo Soldier, Get Up, Stand Up, I Shot The Sheriff, No Woman No Cry, Could You Be Loved? oder Stir It Up werden oftmals und sehr erfolgreich gecovert. Neben seinem musikalischen Werk verbreitet Marley die Botschaft der Rastafari-Bewegung. Für deren Anhänger und für viele Menschen in der Dritten Welt ist Marley eine wichtige Identifikationsfigur.
Er wächst in den Armenvierteln von Kingston auf, wo die Musik die einzige Möglichkeit ist, dem Alltag zu entfliehen. Bereits 1962 nimmt er seine ersten Singles auf, allerdings mit wenig Erfolg. Seine Vorbilder sind Fats Domino und Ray Charles, er lernt in einem Musikkurs Peter Tosh kennen, beide werden Freunde und beherrschen über Jahrzehnte die Reggae-Szene.
Bereits 1965 gründet er The Teenagers, aus denen später The Wailers werden. Die frühen Stücke der Band sind vom damals populären schnellen, gut tanzbaren Ska geprägt. Bis zum Ende der 1960er Jahre sind zusätzlich Elemente der afrikanisch geprägten jamaikanischen Volksmusik enthalten. Zusätzlich wird der Beat verlangsamt und der Musikstil, der heute unter dem Namen Reggae bekannt ist, entsteht. Die ungewöhnliche Musik fasziniert das Publikum.
Den Liedtexten kommt in Bob Marleys Werk eine besondere Bedeutung zu. In den meisten seiner Stücke geht es um spirituelle Inhalte, die ohne Kenntnisse der Rastafari-Religion schwer verständlich sein können.
1980 erkrankt Bob Marley an Krebs und stirbt am 11.05.1981.
Sein letztes Konzert gibt er am 23.09.1980 in Pittsburgh, USA.
1994 wird Bob Marley posthum in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen und zu seinem 60. Geburtstag im Jahre 2005 werden weltweit große Gedenkkonzerte veranstaltet. Zwei Jubiläumskonzerte finden in Addis Abeba und Kingston statt.
Keith Marshall
Der Sänger, Gitarrist und Songautor Keith Marshall wird am 5.06.1956 in London geboren.
Er ist Mitglied der britischen Popgruppe und Teenieband Hello, mit der er Mitte der 70er einige Erfolge feiern kann.
1979 bringt er sein Solo-Debüt-Album Keith Marshall heraus.
Seinen größten Hit landet er 1981 mit Only Crying.
Van McCoy
Van Allen Clinton McCoy, so heisst der Musikproduzent, Songschreiber und Musiker Van McCoy mit vollem Namen. Der am 06.01.1944 in der amerikanischen Hauptstadt Washington, D.C. geborene Künstler bekommt schon früh Klavierunterricht und beginnt im Alter von 12 Jahren seine ersten Lieder zu schreiben.
Er gibt allerdings im Teenageralter die Musik vorübergehend auf, hauptsächlich deswegen, weil ihn seine Freunde wegen des Klavierspielens necken.
Erst als er bereits Psychologie an der Howard-University studiert, beginnt Van McCoy erneut mit dem Pianospielen.
Seine ersten Erfahrungen als Sänger sammelt er mit 15 Jahren. Er gründet nach einigen erfolglosen Jahren 1960 sein eigenes Plattenlabel und arbeitet unter anderem als Produzent für die Drifters, die Shirelles und Gladys Knight. Mit dem Hit The Hustle hat Van McCoy 1975 einen Nummer-1-Hit in den USA. Dafür erhält er einen Grammy. Trotz all seiner Pophits gilt seine Liebe eigentlich der klassischen Musik, da er speziell Wagner, Beethoven und Rachmaninow mochte.
Van McCoy stirbt am 06.07.1979 an einem Herzanfall.
George McCrae
Tagsüber arbeitet George McCrae (*19.10.1944 in West Palm Beach, Florida) als Hausmeister in einer Bar, in der er auch abends singt. Kurz bevor Harry Casey und Richard Finch mit KC & The Sunshine Band erfolgreich sind, schreiben sie Mitte `74 einen Song, der ein Welthit werden soll. Die Aufnahme heisst Rock Your Baby und wird Spitzenreiter in den USA, GB und Deutschland. Die Single wird über 15 Millionen mal verkauft und ist in weiteren 79 Ländern in den Charts. George McCrae, der vorher erfolglos getingelt hat, ist dank dieser Aufnahme plötzlich der König der Soul-Disco-Revolution. Mit I Can´t Leave You Alone (1974) und It´s Been So Long (1975) hat der Sänger zwei weitere Top-10-Notierungen. Er singt ausserdem mit seiner Frau Gwen im Duett und wird später ihr Manager. Ende der 80er zieht es George nach Europa und lebt zeitweilig in Deutschland. George McCrae ist inzwischen mit einer Holländerin verheiratet, die selbt einmal als Werbestar berühmt ist. Als erste Werbungs-Nackte macht sie Mitte der 70er als Klippenspringerin für ein bekanntes Duschmittel von sich reden.
Barry McGuire
Der amerikanische Sänger und Songschreiber Barry McGuire aus Oklahoma beginnt seine Karriere 1961 in der Formation New Christy Ministrels. Die Gruppe hat 1963 mit Green Green einen Top-20-Hit in den USA. 1965 bringt er das Stück Eve Of Destruction auf den Markt. Mit dieser Aufnahme über den anstehenden Weltuntergang trifft der Sänger genau den Nerv der damaligen Jugend. Begleitet wird Barry auf dieser Aufnahme von den Grass Roots, die ihrerseits zwischen 1967 und 1971 drei Top-10-Hits aufweisen können.
Scott McKenzie
Scott McKenzie, geboren am 10.01.1939 als Philip Blondheim in Jacksonville Beach, Florida, hat sich mit „San Francisco“, der Hymne der Blumen der Blumenkinder, unsterblich gemacht.
Anfang der 1960er Jahre steigt er in die Gruppe Smoothies ein, die von John Phillips - später Mitbegründer der Gruppe The Mamas & The Papas - geleitet wird. Daraus entwickelt sich das Folk-Trio Journeymen, das drei Alben und sechs Singles bei der Plattenfirma Capitol veröffentlicht. Nachdem die Popularität der Folk-Musik nachlässt, steigt Scott aus und versucht sich als Solist. 1967, John Phillips hat sich inzwischen als Songschreiber etabliert, nimmt McKenzie den Phillips-Titel „San Francisco (Be Sure To Wear Some Flowers In Your Hair)“ auf - er wird ein Welthit. Mit „Like An Old Time Movie“ gelingt ihm noch ein weiterer Hit - dann ist er wieder weg. Die alte Freundschaft McKenzie und Phillips hält über die Jahre. Beide tauchen 1988 als Mitautoren des Hits „Kokomo“ der Beach Boys auf.
1998 zieht Scott McKenzie mit Barry McGuire und zwei Sängerinnen als Mamas & Papas durch Großbritannien.
Ross McManus
Ross McManus lernt als jugendlicher Geige und Trompete zu spielen, geht aber musikalisch in Richtung Jazz.
Der am 20.10.1927 geborene Brite wird nach dem Krieg zum Militär eingezogen und ist in Ägypten stationiert, wo er sein Talent als Unterhalter entwickelt.
Zurück in England tritt er in Clubs auf und wird zum Sänger und Songschreiber.
Im Jahr 1955 wird er von Joe Loss und seinem Orchester engagiert und ist Sänger einer der erfolgreichsten britischen Big Bands seit den 40er Jahren. Zwischen 1961 und 1964 haben sie mehrere Charthits in der britischen Hitparade.
1964 nimmt Ross McManus den selbstgeschriebenen Song „Patsy Girl“ zusammen mit den Musikern von Joe Loss auf, bleibt aber damit zunächst erfolglos. Erst zwei Jahre später, als das Stück seinen Weg auf den europäischen Kontinent gefunden hat, wird es zum Hit. Besonders in Österreich und Deutschland ist der Bluebeat-Titel ein größerer Charthit. Es bleibt aber auch sein einziger Erfolg.
1970 nimmt er den Beatles-Song „The Long and Winding Road“ unter dem Namen Day Costello mit eigenem Orchester auf.
Costello ist der Geburtsname seiner Großmutter gewesen.
Sein Sohn Declan Patrick feiert in den 70ern und 80ern unter dem Namen Elvis Costello als Sänger große Erfoge.
Ross McManus ist später auch als Trompeter auf Aufnahmen von Elvis Costello vertreten.
Don McLean
Die Ballade American Pie aus dem Jahr 1971 macht den amerikanischen Sänger und Komponisten Don McLean (* 02.10.1945 in New Rochelle, New York) weltberühmt. Für den Künstler soll in diesem Stück mit Buddy Holly´s Tod auch die Musik gestorben sein.
Weitere Erfolge feiert Don mit: „Vincent“ (dem niederländischen Maler Vincent van Gogh gewidmet), „Castles In The Air“ und „Winterwood“.
Ein Gedicht über Don McLean, „Killing Me Softly With His Blues“ von Lori Lieberman, wird in das Musikstück Killing Me Softly von Charles Fox und Norman Gimbel umgearbeitet. Von Lieberman stammt auch die Originalaufnahme aus dem Jahr 1971. Roberta Flack macht dieses Stück im Jahr 1973 zum Top-10-Hit.
1981 hat der Sänger einen internationalen Nummer-Eins-Hit mit dem Roy Orbinson Klassiker Crying.
Der Song American Pie ist für Don McLean finanziell sehr erfolgreich, hat aber einen sehr rätselhaften Text (siehe Bemerkung oben). Auf die Frage, was dieser Songtext bedeutet, antwortet McLean einmal scherzhaft: „It means I never have to work again“ (es bedeutet, dass ich nie wieder zu arbeiten brauche).
Glenn Medeiros
Der US-amerikanische Sänger Glenn Medeiros (* 24. Juni 1970 auf Hawaii) nimmt 1987 sein erstes nach ihm selbstbenanntes Album auf.
Darauf sind vor allem Balladen im Stile des Soft Pop zu finden, allen voran das als Single ausgekoppelte Nothing's Gonna Change My Love For You. In seiner amerikanischen Heimat erreicht dieses Stück Platz zwölf in den Charts. Wesentlich erfolgreicher ist der Sänger damit in Großbritannien, wo der Song im Sommer 1988 den ersten Platz der Hitparade belegt.
In der Folge ändert Glen Medeiros seinen musikalischen Stil und orientiert sich mehr am R&B. So spielt er 1990 erneut ein Album namens Glenn Medeiros ein, bei dem diesmal Ray Parker Jr. und Bobby Brown mitwirken. Gemeinsam mit Brown veröffentlicht er die Single She Ain't Worth It, die es auf Platz eins der US-Charts schafft.
Weitere Erfolge bleiben danach allerdings aus. 1992 nimmt Medeiros gemeinsam mit Thomas Anders, dem ehemaligen Sänger von Modern Talking, die Single Standing Alone auf, die in den deutschen Charts allerdings nicht über Platz 72 hinauskommt.
John Miles
Der englische Musiker und Komponist John Miles (geb. am 23. April 1949 in Jarrow) ist vor allem 1976 durch das Album Rebel mit dem Hit Music (Was My First Love) bekannt geworden. John arbeitet als Studiomusiker, als er dieses Album aufnimmt, auf dem er eingängige Rockmusik in Verbindung mit symphonischen Streichersätzen spielt. Den durchschlagenden Verkaufserfolg dieses Albums erreicht er nie wieder und arbeitet deshalb wieder im Studio für andere Musikerinnen und Musiker. So ist er auf dem 1976er Album von Alan Parsons Project mit dem Titel „Tales of Mystery and Imagination“, einer Vertonung der Kurzgeschichten von Edgar Allan Poe zu hören. Für diese Studioproduktion verpflichtet Produzent Alan Parsons verschiedene Rockmusiker, mit denen er jeweils Teile des Werks aufnimmt und dieses dann im Studio zusammenmischt.
Später begleitet John Miles Joe Cocker und die Rocksängerin Tina Turner auf ihren Tourneen als Keyboarder und Gitarrist. Er erscheint auf ihrer Konzertplatte Live in Europe (1988). Als Solokünstler gelingt ihm dagegen kein großer Erfolg mehr.
Chris Montez
„Hey, baby, won´t you take a chance...?“ - diese Zeile eröffnet einen der bekanntesten Songs der Rock `n´ Roll-Geschichte, „Let´s Dance“. Gesungen hat ihn Chris Montez, geboren als Ezekiel Christopher Montanez am 17.01.1943 in Los Angeles. Er wird von dem Künstleragenten und Songwriter Jim Lee entdeckt, dem auch das Monogram-Label gehört. Chris Montez unterschreibt bei ihm, und Let´s Dance wird 1962 weltweit zum Hit, u.a. in den USA Platz vier und in GB Nummer zwei. Auch Some Kinda Fun im Jahr darauf erreicht Spitzenplätze. Dann dauert es drei Jahre, bis der Sänger wieder erfolgreich ist. Nach seinem Wechsel zu A&M-Records, dem Plattenlabel von Herb Alpert und Al Martino, gelingen ihm mit Call Me, The More I See You, There Will Never Be Another You und Time After Time (ein Frank-Sinatra-Hit von 1947) weitere Treffer beim Publikum. Let´s Dance ist längst ein Evergreen geworden. Bester Beweis: Als der Song 1972 und 1979 in England wiederveröffentlicht wird, plaziert er sich beide Male sofort wieder in den Hitlisten.
Manfred Morgan
Der deutsche Sänger, Gitarrist, Pianist und Songautor Manfred Morgan (*18.11.1948 als Rudi Endelmann), wächst in Stuttgart auf. Nach Schule und Studium wird er Lehrer. Sein musikalisches Talent zeigt er zunächst als Mitglied der Begleitband des Schlagersängers Erik Silvester. Anfang der 1970er Jahre macht er sich dann als Schlagersänger einen Namen. Sein größter Hit ist 1971 Zuerst kam die Sonne. Dieser Schlager wird zwanzig Jahre später von seinem Namenskollegen Michael Morgan neu veröffentlicht.
Bis Mitte der 1970er Jahre hat Manfred Morgan noch ein paar weitere Schlagererfolge, dann wird es ruhiger um ihn. Er ist dann vor allem als Komponist und Texter tätig, darüber hinaus schreibt das Musical "Seifenblasen", das regional große Erfolge feiert.
Danach arbeitet Manfred Morgan wieder als Grundschullehrer in Bietigheim-Bissingen.
Giorgio Moroder
Der Sänger, Komponist und Produzent Georgio Moroder wird am 26.04.1940 in Ortisei, Südtirol geboren. Er beherrscht mehrere Instrumente und spricht fünf Sprachen, zudem gilt Giorgio als Erfinder der Syntheziser-Disco-Musik. Als Komponist von Filmmusiken setzt er neue Maßstäbe und erhält für seine Kompositionen zu Midnight Express, Flashdance und Top Gun einen Oskar. Weiter Filme für die Giorgio Moroder die Musik schreibt sind u.a. Amercin Gigolo, Cat People und Thank God, it´s Friday. Zusammen mit Paul Engemann schreibt er die Hymne der olympischen Sommerspiele von 1984 in Seol, Reach Out. Er komponiert u.a. für Ricky Shane, Mary Roos, Donna Summer, Michael Holm, Gianna Nannini und Elton John. Anfang der 70er ist Giorgo Moroder als Sänger ebenfalls erfolgreich.
Ralph McTell
Der vom Folk beeinflusste Songwriter, Sänger und Gitarrist Ralph McTell (* 3. Dezember 1944 in Farnborough, Kent) veröffentlicht 1967 sein erstes Album „Eight Frames a Second“. Bekannt wird er vor allem mit „Streets of London“, einer Single-Auskopplung von seinem zweiten Album „Spiral Staircase“ von 1969, das allerdings erst 1974 in die Charts kommt. Nach Anfangserfolgen, wie z. B. „Girl on a Bicycle“ (das später von Herman van Veen auf Deutsch gecovert wird) oder „England“, einer sozialkritischen Liebeserklärung an sein Heimatland, wendet er sich in den 70er Jahren mehr dem kommerziell orientierten Mainstream zu. Erst Ende des Jahrzehnts findet er im Umfeld des aufkommenden Irish Folk Revivals wieder zu seinen Wurzeln zurück. In den 80ern arbeitet Ralph McTell an verschiedenen Kindersendungen mit. Beispielsweise singt er den Titelsong der Trickfilmreihe „Der Wind in den Weiden“ (1984 - 1988) und er wirkt bei der Sendung Alphabet Zoo von der BBC mit.













