Interpreten - P / Q
John Parr

John Parr - *18. November 1954 in Nottingham
Der britische Rockmusiker zählt mit seinem einzigen Hit St. Elmos Fire zu den typischen Vertretern aus der Reihe „One-Hit-Wonder“.
Im Alter von 12 Jahren gründet der Musiker in Newcastle mit zwei Schulfreunden die Band The Silence, mit der er auch durch Europa tourt.
Später wechselt John Parr zu einer Band namens Ponders End, die zwar in Newcastle (damals neben den Dire Straits) einen guten Ruf als Live-Act geniessen, aber es nie bis zu einem Plattenvertrag schaffen. Den soll der Künstler 1983 als Solo-Interpret erhalten. Er arbeitet mit dem Who-Manager John Wolfe und in den USA mit Meat Loaf zusammen, für dessen Album Bad Attitude Parr ein Lied beisteuert.
Naughty Naughty ist John Parrs erster Erfolg, der vor allem in den auf Rock spezialisierten Radiostationen in den USA einschlägt. 1985 unternimmt er eine Tour mit seiner Band The Business als Vorgruppe von Toto. Am Ende der Tournee bietet der Produzent David Foster ihm an, das Titellied für den Film St. Elmo’s Fire zu liefern. Der eingängige Rocksong wird ein Nummer-Eins-Hit weltweit und beschert John Parr etliche Preise, darunter eine Grammy-Nominierung.
St. Elmo’s Fire soll allerdings John Parrs einziger großer Erfolg bleiben. Als Autor und Produzent ist er wesentlich erfolgreicher.
Bernie Paul
Der Sänger und Produzent Bernie Paul wird am 12. 10. 1950 in Schweinfurt geboren.
Bernie Paul (bürgerlicher Name Bernd Vonficht) beginnt in den 60er Jahren als Saxophonist in der Combo Seven Up und wird 1973 Mitglied bei der Gruppe Family Child. 1978 erhält er einen Plattenvertrag bei Ariola und gleich seine erste Aufnahme Lucky erreicht 1978 Platz 6 der Deutschen Charts und Platz 3 der Österreichischen Hitparade. Im selben Jahr erscheint auch eine deutsche Coverversion gesungen von Roy Black. Das Stück In Dreams kommt im Februar 1981 auf Rang 18 der Deutschen Hitparade. Seinen größten Hit hat er im Juni 1981 mit dem Discofox-Titel Oh No No. Dieser Song erreicht den zweiten Platz der Deutschen-Single-Charts. Wencke Myhre singt kurze Zeit später die deutsche Version. Internationale Cover-Versionen dieses Songs gibt es von Sacha Distel und von dem finnischen Sänger Kirka. Seine Coverversion von Angel of the Morning, die er zusammen mit der dänischen Sängerin Bo Andersen singt, wird ebenfalls recht bekannt. Auch als Songschreiber und Produzent ist Bernie Paul sehr erfolgreich. Er schreibt It's a real good feeling für Peter Kent und produziert die Single Weil i di mog der Gruppe Relax. Aus seiner Feder stammt der Song Sail Away aus der Beck’s-Werbung und das Lied Mitten ins Herz aus der RTL-Fernsehserie Gute Zeiten – Schlechte Zeiten. 1990 wird sein Lied You for me and me for you zum Thema-Song der RTL-Wimbledon-Übertragungen. 2002 erscheint Pauls erstes deutschgesungenes Album "Einfach Relaxed".
Crispian St. Peters
Crispian St. Peters wird am 05.04.1944 Swanley, Kent als Robin Peter Smith geboren. 1965 erhält der britische Sänger und Gittarist einen Plattenvertrag. Anfang 1966 erscheint die Debüt-LP, auf der auch seine grössten Single-Erfolge sind: You were On My Mind im Januar 1966 Nr.2 in GB und Pied Piper im März 1966 Nr.5 in GB, im Juni Nr.4 in den USA und Platz 11 in Deutschland. Bis Mitte der 70er erscheinen weitere Aufnahmen von Crispian St. Peters, allerdings weniger erfolgreich.
Gene Pitney
Der Sänger und Songschreiber Gene Pitney (* 17. 02. 1940 in Hartford, Connecticut, USA; † 05. 04. 2006 in Cardiff) tritt zu Beginn seiner musikalischen Karriere unter verschiedenen Pseudonymen auf, so 1958 als Jamie & Jane mit Ginny Arnell und solo 1959 als Billy Bryan. Er schreibt Hits für andere Interpreten, etwa Today’s Teardrops für Roy Orbison, Hello Mary Lou für Ricky Nelson und He’s a Rebel für die Crystals.
Ab 1961 arbeitet er mit den Songschreibern Burt Bacharach und Hal David zusammen. Dadurch entsteht seine erste Single (I Wanna) Love My Life Away und im selben Jahr hat Pitney mit dem Titellied des Films Town Without Pity (zu deutsch: Stadt ohne Mitleid) seinen Durchbruch. Dieser Song wird mit dem Golden Globe Award als Best Song in a Motion Picture ausgezeichnet und für den Oscar nominiert, eine deutschsprachige Version des Liedes nimmt Gene Pitney ebenfalls auf – Der Titel: Bleibe bei mir.
In den frühen 60ern hat Gene Pitney eine ganze Reihe von Hits, kann aber in den USA der so genannten British Invasion nach 1964 wenig entgegensetzen. Er bleibt jedoch in England und dem Rest von Europa recht erfolgreich. So belegt er zusammen mit Caterina Cassel und dem Titel Nessuno mi può giudicare Platz zwei beim San-Remo-Festival 1966 und verkauft davon alleine in Italien 500.000 Platten. Sein letzter amerikanischer Hit ist She’s a Heartbreaker (1968), während 1989 sein letzter und zugleich größter Erfolg in den britischen Charts Something’s Gotten Hold of My Heart ist, eine Neuaufnahme seines Solohits von 1967, diesmal im Duett mit Marc Almond.
Gene Pitney wird 2002 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Am 4. April 2006 gibt er ein Konzert in der St. David's Hall in Cardiff. Am nächsten Morgen findet man ihn tot im Hotel. Pitney liegt nach Angaben seines Tourmanagers James Kelly voll angekleidet auf seinem Bett und habe ausgesehen, als sei er friedlich eingeschlafen.
Alan Price
Der britische Sänger, Tastenspieler, Songschreiber und Produzent Alan Price spielt die Keyboards auf den ersten Hits der Animals. 1965 verlässt er die Band und formiert The Alan Price Set. Mit I Put A Spell On You (1966), Simon Smith And His Amancing Dancing Bar und The House That Jack Built (1967) hat die Formation drei Top-10-Notierungen. Zusammen mit Georgie Fame gelingt Alan Price ein weiter Hit. Rosetta ist Mitte 1971 Nr.7 in GB und Platz 43 in Deutschland. Danach arbeitet Alan als Schauspieler, vor allem für das britische Fernsehen und schreibt Musicals.
P.J. Proby
P.J. Proby geboren am 06.11.1938 in Houston, Texas als James Marcus Smith, singt mit seiner eigenen Band The Moon Dogs und verdient Ende der 50er, Anfang der 60er seine Brötchen damit, dass er, weil seine Stimme so ähnlich klingt, Demobänder für Elvis Presley besingt und hat kleinere Rollen im Film. 1963 taucht P.J. Proby in GB auf. Nun stellt sich auch endlich der Erfolg ein. Mit Hold Me steht Proby im Mai 1964 auf Platz fünf in den britischen Charts. Bis 1965 folgen drei weitere Top-10-Notierungen. Bekannt wird er jedoch weniger durch seine Aufnahmen, sondern durch seine Bühnenshow, welche die Mädchen zum kreischen bringt, insbesondere deshalb weil er seine Hose im Schritt zum platzen bringt, was mit der Zeit zur Verbannung aus TV-Shows und Auftrittshallen führt. Seine Aufnahmen werden trotzdem zu Hits. P.J.Proby geht zunächst zurück in die USA um Ende der 60er nach GB zurückzukehren. Er spielt in der Rock Oper Catch My Soul mit. 1978 steht Proby wieder auf der Bühne. Diesmal spielt er im Musikporträt Elvis On Stage mit.
Elvis Presley
Elvis Aaron Presley wäre am 08.01. 2010 75 Jahre alt geworden, er starb am 16.08.1977 in Memphis an Herzversagen. Er war Sänger, Musiker und Schauspieler.
Elvis gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Rock- und Popkultur des 20. Jahrhunderts und wird wegen seiner Erfolge und seiner Ausstrahlung als „King Of Rock´n Roll“ oder schlicht als „King“ bezeichnet.
Elvis Presley verkauft in seiner Karriere mehr als 1,3 Milliarden Tonträger und täglich werden es mehr.
Seine erste Gitarre bekommt er mit elf Jahren, eigentlich wollte Elvis ein Fahrrad, aber das konnten sich seine Eltern nicht leisten.
14 mal wird der Künstler für den Grammy nominiert, den er dreimal von der National Academy Of Recording Arts And Sciences erhält, die ihn ferner im Alter von nur 36 Jahren mit dem Lifetime Achievement Award (Bing Crosby Award) auszeichnet.
Elvis Presley ist als einziger Künstler in gleich vier Halls Of Fames vertreten: Rock `n´ Roll, Country, Rockabilly und Gospel. Letztere Musikrichtung gilt als seine große Leidenschaft.
Laut RIAA (Record Industry Association Of Amerika) hat der Sänger mit 151 Einheiten die meisten Gold- und Platinauszeichnungen überhaupt. In den amerikanischen Billboard-Charts kann der King allein bis 1977 vierzehn Nr.-1 Alben platzieren.
Elvis Presely beginnt seine Karriere als einer der ersten Musiker der Rockabilly-Bewegung, einer Fusion von weißem Country und Schwarzem Rhythm & Blues. Seinen nationalen und internationalen Durchbruch hat Elvis 1956, als er zur kontrovers diskutierten Identifikationsfigur der Rock `n´ Roll-Bewegung wird.
Sein Markenzeichen ist bis heute seine vielseitige, annähernd 3 Oktaven umfassende Stimme, die es ihm ermöglichte, in vielen Genres erfolgreich zu sein, darunter neben Rock, Pop, Country, Gospel und Blues auch in Richtung Oper tendierenden Stücken.





