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Interpreten - R

Johnnie Ray

Johnnie Ray (*10.01.1927 - +25.02.1990) ist in den 50ern der Prototyp eines Popsängers, eine Heulboje. Johnnie erleidet im Alter von zehn Jahren einen Unfall, bei dem er sich einen Hörschaden zuzieht. War er als Kind still und lebte zurückgezogen, auf der Bühne ist er das genaue Gegenteil. Er bricht auf der Bühne in Tränen aus, wälzt sich, wie ein Aal windend, auf dem Boden. War es zum damaligen Zeitpunkt eine absolute Show, heute würde es höchstens zur allgemeinen Erheiterung beitragen. Bereits 1951 taucht Johnnie Ray mit Cry in den US-Charts auf. Ab 1952 ist er überwiegend in den britischen Top-10 zu finden. 16 Top-10-Hits von 1951 bis 1957, ist die stolze Bilanz des Künstlers. Sein größter internationaler Erfolg und gleichzeitig seine letzte Top-10-Notierung ist 1957 Yes Tonight Josephine (Nr.1 in GB und Nr. 8 in Deutschland). Am 9.9.1956 betritt Elvis Presley die Fernsehbühne und das ist gleichzeitig das Ende der Karriere von Johnnie Ray. 1990 stirbt der Sänger an Leberversagen.

Cliff Richard

Cliff Richard wird am 14.10.1940 als Harry Roger Webb in Indien geboren. Im schnelllebigen Musikgeschäft ist der Brite sicher ein Phänomen, denn in seiner 50-jährigen Karriere hat er über 100 Singles veröffentlicht. Im Alter von knapp 18 Jahren taucht Cliff zum ersten Mal in den britischen Charts auf. Sein Titel Move It steht im September 1958 auf Platz zwei. Ein Jahr später sein erster Nr. 1-Hit. Living Doll ist im Juli 1959 an der Spitze der Charts. Von 1958 bis 1993 hat der Sänger 68 Top-10-Hits, 16 mal steht Cliff Richard auf Platz eins.

John Rowles

1968 ist der Neuseeländer John Rowles mit zwei Titeln in den britischen Charts verteten. Im März 1968 ist er mit If I Only Had Time, einer englischen Version eines Michel-Fugain-Titels auf Platz drei in GB. Hush Not A Word Of Mary kommt 1968 bis auf Platz zwölf. Zu mehr reicht es nicht, vielleicht auch deshalb, weil er stimmlich und mit seinen Titeln zwischen Tom Jones, Engelbert und P.J. Proby liegt.

Billy Joe Royal

Schon als Kind, nachdem er Elvis Presley in der „Tommy Dorsey Show“ gesehen hat, der verschiedene Stile wie Pop, Country und R&B vermischte, fühlt der amerikanische Sänger Billy Joe Royal (*03.04.1942 in Valdosta, Georgia), dass er mit Musik seinen Lebensunterhalt verdienen will. Sein Debüt gibt er mit elf Jahren in einer Radio-Show seines Onkels. In der Highschool hat er dann im Alter von 16 seine eigene Rock´n´Roll-Band.
Bekannt wird er mit dem Top-Ten-Hit Down In The Boondocks (1965), welcher wie auch die Singles I Knew You When (Top 20, 1965) und Hush (1967) von Joe South geschrieben und produziert werden. Seine Single Cherry Hill Park erreicht 1969 Platz 15 in den Billboard Hot 100. Ende der 60er tritt Billy Joe Royal regelmäßig in Las Vegas auf und hat auch kleinere Auftritte als Schauspieler, hauptsächlich jedoch in Werbespots und in kleineren Fernsehrollen. In den 70er Jahren ist er dann mit Elvis Presley befreundet, als beide in Las Vegas spielen.
Obwohl er nie an die alten Erfolge anknüpfen kann, bekommt seine Karriere einen neuen Schub, nachdem er in den 80er Jahren ins Country-Fach überwechselt. Er schafft dabei ein Comeback mit mehreren Top-10 Country Hits, u. a. Tell It Like It Is, Burned Like a Rocket, und I’ll Pin a Note on Your Pillow.

Jimmy Ruffin

Jimmy Ruffin wird am 07.05.1939 in Meridan, Mississippi geboren. Der US-amerikanische Soulsänger ist der Bruder von David Ruffin, dem früheren Leadsänger der Soulformation The Temptations. Mit dessen Hilfe bekommt er bereits Anfang der 60er seinen ersten Plattenvertrag und veröffentlich 1961 seine ersten Single. 1966 hat der Sänger seinen ersten Millionseller mit What Becomes Of The Brokenhearted. Bis zu seinem zweiten internationalen Hit dauert es dann 14 Jahre. 1980 steht er mit dem von Robin Gibb geschriebenen Song Hold On To My Love wieder in den Charts.
Sechs Jahre später spielt Jimmy Ruffin mit der britischen Elektropop-Band Heaven 17 eine EP ein und singt dabei die Stücke A Foolish Things To Do und My Sensitivity.
Seinen Hit What Becomes Of A The Brokenhearted veröffentlicht er später mehrfach neu, u.a. Ende der 80er im Duett mit Ruby Turner. Zudem existiert von ihm eine italienische Version mit dem Titel Se decidi cosi.
Das Stück wird u.a. von David L. Stewart (mit Colin Blunstone, 1981), Boy George (1988), Paul Young (1992), Steve Harley (1996), Joe Cocker (1998), Jive Bunny & The Mastermixers (2000), Smokie(2001) und Joan Osborne (2002) gecovert.

Barry Ryan

Von 1965 bis 1967 bringen die am 24.10.1948 in Leeds geborenen Barry & Paul Ryan acht Singles in die britischen Charts. Mit Platz 13 erreichen die Zwillinge Ende 1965 mit der Aufnahme Don´t Bring Me Your Heartaches ihre beste Notierung. Ab 1967 verlegt sich Paul ausschliesslich auf das Songschreiben. Im Herbst 1968 hat Barry mit der von Paul geschriebenen Nummer Eloise einen Nr.1-Hit in Deutschland und eine Nr.2 in GB. Bis 1972 bringt Barry Ryan fünf weitere Aufnahmen in die britischen Charts, von denen keine über Platz 20 hinauskommt. Anders in Deutschland: Love Is Love (1969), Kitsch (1970) und Zeit macht nur für dem Teufel halt (1972) sind weitere Top-10-Notierungen. Danach zieht sich Barry bis Ende der 80er zurück und entdeckt in dieser Zeit seine Talente für die Malerei und die Modefotografie. 1989 kommt Barry musikalisch zurück. Paul hat für ihn den Titel Turn Away geschrieben, der allerdings kein grosser Erfolg wird. Anfang 1993 stirbt Paul Ryan an Lungenkrebs.

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