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Interpreten - W / X / Y / Z

John Waite

Der englische Popsänger John Waite (*04.06.1952 in Lancaster) startet seine Solokarriere mit seinem Album Ignition, das 1982 erscheint und die Hit-Single Change enthält. Sein nächstes Album, No Brakes, macht ihn auch international bekannt. Es enthält den Hit Missing You, der auf Platz 1 der US-Charts kommt.
John Waite ist auch Leadsänger und Bass-Spieler der Band The Babys sowie Leadsänger von Bad English.

Scott Walker

Scott Walker wird 1964 Sänger und Bassist für die Walker Brothers, die es bis 1967 auf etliche Top10-Notierungen in GB bringen. Nach der Trennung des Trios macht Scott als Solist Platten. Seine erste Solo-Aufnahme ist 1967 eine Cover-Version der Jaques-Brel-Nummer Jackie. Mit dem vom Ehepaar Hatch/Trent geschriebenen Stück Joanna hat Scott Walker 1968 seinen einzigen Top-10-Hit.

Keith West

Keith West 

Der Sänger Keith West (*06.12.1943 in Dagenham, Essex als Keith Hopkins), ist zunächst Lead-Sänger der Formation The In Crowd, die sich später in Tomorrow umtauft. Noch während er Mitglied dieser Gruppe ist, veröffentlicht er 1967 seine erste Solo-Single. Aus einer Teenager-Oper, die erst in den späten 90ern fertiggestellt wird, weil 1967 das Geld ausgeht, singt Keith den Titelsong Excerpt From A Teenage Opera und macht damit das große Geld. Die Aufnahme steht in GB und Deutschland jeweils auf Platz zwei. Im gleichen Jahr erreicht die Nachfolge-Single Sam die Top-40. 1968 löst sich die Formation Tomorrow auf und Keith West zieht sich bis 1973 aus dem Musikgeschäft zurück, bringt danach wieder Platten auf den Markt und gründet mit dem ehemaligen Animals-Gitarristen John Weider die Formation Moonrider.
Die Band Nazareth veröffentlicht 1975 den Song My White Bicycle, ein Lied, das Keith West bereits 1966 für „Tomorrow“ komponiert hat.
Keith West ist später noch als Produzent und Aufnahmeingenieur tätig, hauptsächlich in der Werbebranche. Sein Excerpt from a Teenage Opera zählt heute zu den klassischen One-Hit-Wondern.

Barry White

Barry Eugene White (* 12. September 1944 in Galveston, Texas als Barry Eugene Carter, † 4. Juli 2003 in Los Angeles) ist ein US-amerikanischer Soulsänger und Musikproduzent. Erst später nimmt er mit White den Namen des Vaters an.
Seine Karriere beginnt, als er mit elf Jahren Jesse Belvin am Klavier begleitet. Es entsteht der Song „Goodnight My Love“. Dies hat er zum Teil seiner Mutter zu verdanken, die ihm tatkräftig als Klavierlehrerin zur Seite steht. Mit siebzehn Jahren wird er verhaftet, als er als Mitglied einer Bande Autoreifen stiehlt, und sitzt eine Haftstrafe von fünf Monaten ab.
Anfang der 60er Jahre wird er unter dem Namen „Berry Lee“ bekannt, unter anderem als Mitglied der Bands „The Upfronts“, „The Majestics“ und „The Atlantics“. Größere Erfolge kann er jedoch mit seiner selbst gegründeten weiblichen Gesanggruppe Love Unlimited verbuchen. White schreibt die Songs und die Arrangements und produziert alle Stücke im Alleingang. Eine der Sängerinnen, Glodean James, heiratet er später. Der größte Erfolg der Gruppe ist Walkin’ In The Rain With The One I Love. Auch der nachfolgende Song From A Girl’s Point Of View ist ein Erfolg. Er verkauft sich über eine Million mal und bringt den Durchbruch für White und Love Unlimited. Unter dem Namen Love Unlimited Orchestra veröffentlicht Barry White Alben mit Instrumentaltiteln. Der größte Erfolg dieser im Phillysound eingespielten Easy-Listening-Stücke ist 1973 das „Love’s Theme“. 1973 erscheint mit „I’ve Got So Much To Give“ auch das erste Album unter dem Namen Barry White. Seine größten Erfolge hat er bis 1976, mit Hits wie: „I’m Gonna Love You Just a Little More Baby“, „Never, Never Gonna Give You Up“ (1973), „Can’t Get Enough of Your Love, Babe“, „You’re the First, the Last, My Everything“ (1974), „What Am I Gonna Do With You“ (1975), „Let the Music Play“ (1976) oder „Your Sweetness is My Weakness“ (1978). Noch Anfang der 80er Jahre hat er eine große Fangemeinschaft, doch wirkliche Hits bleiben aus. 1994 gelingt ihm mit „Practice What You Preach“ ein Comeback. Er nutzt den zweiten Ruhm und geht 1999 wieder auf Welttournee. In Europa singt er unter anderem in Paris und Frankfurt in ausverkauften Häusern. Barry White ist einer der Väter des sogenannten Phillysound obwohl er nicht aus Philadelphia stammt.
White erhält mehr als 100 Goldene Schallplatten und verkauft weltweit mehr als 100 Millionen Platten. Im Jahr 2000 wird er für sein Album „Staying Power“ mit zwei Grammys ausgezeichnet.
Am 4. Juli 2003 stirbt Barry White im Alter von 58 Jahren in Los Angeles an einem Nierenversagen, nachdem der an Diabetes leidende Dialysepatient monatelang vergeblich auf eine Spenderniere gewartet hat.

Tony Joe White

Mit seinen ersten Bands, Tony & The Mojos bzw. Tony & The Twilights, stellt sich kein Erfolg ein. So beschließt Tony Joe White (geboren am 23. Juli 1943 in Oak Grove, Louisiana) eine Solokarriere zu starten.
Angeregt durch das auf einem tragischen Vorfall beruhende Ode To Billie Joe von Bobbie Gentry, einem Nr.-1-Hit von 1967, beschließt er, ebenfalls etwas Authentisches aus seiner Heimat zu schreiben. So entstehen noch im selben Jahr Polk Salad Annie und Rainy Night in Georgia.
Im Sommer 1968 wird er zunächst in Frankreich mit seinem Titel Soul Francisco populär. Das zeitgleich aufgenommene Polk Salad Annie wird 1969 ein weltweiter Hit, und wird sogar von Elvis Presley gecovert wird. Ray Charles und Brook Benton nehmen Rainy Night in Georgia auf.
Die Musik von Tony Joe White gilt als typischer Swamp-Rock, und rückt musikalisch in die Nähe von Creedence Clearwater Revival.

John Paul Young

Der australische Popmusiker John Paul Young wird am 21. Juni 1950 in Glasgow, Schottland geboren.
Die Familie Young wandert nach Australien aus, als er ein Kind war, und läßt sich in Sydney nieder. Anfang der 70er Jahre wird er Sänger der Rockband Elm Tree. Von 1972 bis 1974 spielt er in der australischen Produktion des Musicals Jesus Christ Superstar.
Nach einigen erfolglosen Singles nimmt sich das Produzententeam Harry Vanda und George Young (von den Easybeats) seiner an. Das Ergebnis ist eine Reihe australischer Hits, u. a. Pasadena (geschrieben von Young, Vanda und dem britischen Schauspieler David Hemmings), Yesterday’s Hero, St. Louis, The Love Game, Here We Go, Keep On Smiling, Where The Action Is, I Hate The Music und I Wanna Do It With You. Daneben gibt es auch einige Hits in Europa, Asien und Südafrika. Yesterday’s Hero ist in den USA ein Achtungserfolg.
1978 hat John Paul Young seine größten Erfolge mit Standing In The Rain und vor allem Love Is In The Air, seinem einzigen weltweiten Hit. Die nächsten Singles sind weniger erfolgreich. Youngs letzter Top Ten-Hit in Australien ist 1983 Soldier Of Fortune.
John-Paul Young beginnt eine neue Karriere als Radiomoderator. 1992 kommt Love Is In The Air durch den Film Strictly Ballroom erneut in die Charts. 2000 hat Young sein größtes Publikum, als er bei der Schlussfeier der Olympischen Spiele in Sydney auftritt.

Neil Young

Der kanadische Rock- und Folkmusiker Neil Young, geboren am 12.11.1945 in Toronto hat als Kind viele schwere Erkrankungen hinter sich, darunter im Alter von 6 Jahren eine Polioinfektion, die seine linke Körperhälfte dauerhaft schädigt und ihm bis heute den leicht hinkenden Gang einbringt. Diese Erfahrungen verarbeitet Neil später in seinem Song Helpless.
1966 gründet er mit Stephen Stills die Formation Buffalo Springfield.
Die Band wird schnell zu einer der führenden Gruppen in der aufstrebenden Folk-Szene im Kalifornien der mittleren 60er Jahre. Nach dem dritten Album Last Time Around verläßt Neil Young 1968 die Band aufgrund von stetigen Streitigkeiten zwischen den Bandmitgliedern, um sich einer Solokarriere zuzuwenden.
Ende 1968 nimmt er sein erstes Solo-Album auf und tourt mit seinen Songs im Jahre 1969 durch Nordamerika. Kurz darauf erscheint das erste Album mit seiner legendären Band Crazy Horse. Außerdem spielt er mit Crosby, Stills, & Nash unter anderem bei deren zweitem gemeinsamen Auftritt vor 250.000 Leuten auf dem Woodstock Festival.
Der Kanadier zeigt im Laufe der Jahre eine große Wandlungsfähigkeit, die von der großen Anzahl seiner Veröffentlichungen dokumentiert wird. Er spielt Folk und Country, im steten Wechsel mit „harter“ Rockmusik. Für seinen wohl einzigartigen Gitarrensound baut sich Young einige Effektgeräte selbst, die er bei Bühnenauftritten in einer großen Box mit Fußschaltern verbirgt. Dem bis heute meistverkauften Album Harvest beispielsweise folgt ein Jahr später das rohe Time Fades Away. Aus Konzertmitschnitten bestehend, zeigt es ein anderes Gesicht Neil Youngs, Country-Melodien werden von langen Gitarrenimprovisationen abgelöst.
Die Karriere von Neil Young dauert bis heute an.
Mit seiner zweiten Frau Pegi Morton gründet er die Stiftung Brigde School, in der mehrfach behinderte Kinder ausgebildet werden können. Für diese Stiftung findet jährlich ein Konzert statt, auf dem namhafte Künstler wie Bonnie Raitt, Bob Dylan, Bruce Springsteen, Tom Petty und viele andere auftraten.
Neil ist indianischer Abstammung und hat einige Projekte zur Verbesserung der Lage der Ureinwohner in Nordamerika unterstützt.

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