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Interpretinnen - M

Kelly Marie

Die schottische Sängerin Kelly Marie, mit bürgerlichem Namen Jacqueline McKinnon (* 16. Oktober 1957 im Galsgower Vorort Paisley) ist bis 1980 vorwiegend in Frankreich erfolgreich, bis sie mit Feels Like I’m In Love europaweit ihren großen Durchbruch hat - und das, nachdem die Single schon ein ganzes Jahr auf dem Markt ist.
Feels Like I’m In Love wird von Ray Dorset (Mungo Jerry) eigentlich für Elvis Presley geschrieben, der jedoch stirbt, bevor er den Titel einspielen kann. Der Song erreicht 1980 Platz 2 der britischen Charts und gilt als Vorläufer des Hi-NRG-Sounds.
Kelly Marie ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von London. Sie hat fünf Töchter und einen Sohn.

Melanie

Die amerikanische Sängerin und Songwriterin Melanie Anne Safka-Schekeryk wird am 03.02.1947 in Astoria, New York City geboren.
Im Alter von 5 Jahren macht die Tochter der Jazzsängerin Polly Safka-Bertolo ihre erste Plattenaufnahme mit Gimme A Little Kiss, im Stile des Kinderstars Shirley Temple.
Europa entdeckt ihre Talente vor den USA. Ihr Song Bobo’s Party ist 1969 für mehrere Wochen hintereinander an der Spitze der französischen Charts. Im selben Jahr hat sie mit Beautiful People einen Hit in den Niederlanden und tritt beim Woodstock-Festival auf, wo sie den Platz der Incredible String Band einnimmt, die sich weigert, im Regen aufzutreten.
Die damals 22jährige Melanie hat nach eigener Aussage den Eindruck, dass sie offenbar die einzige ist, die nicht unter Drogeneinfluss steht. Sie kennt zwar alle Künstler aus den Medien, hat aber keinen davon jemals aus der Nähe gesehen. Nicht nur deshalb tritt sie mit starkem Lampenfieber auf. Sie spielt ihre beiden Lieder Beautiful People und Birthday Of The Sun, während das Publikum in der Dunkelheit Kerzen im Takt der Musik bewegt, die zuvor ausgeteilt worden waren. Diesen Moment hält sie später im Lied Lay Down (Candles in the Rain) (zu deutsch: Kerzen im Regen) fest, das es im folgenden Jahr bis auf Platz 4 der US-amerikanischen Charts schafft und auch in Europa sehr erfolgreich ist.
Ihr erster Nr.-1-Hit in den USA ist 1971 Brand New Key, in Deutschland ist sie 1970 zudem mit dem Rolling Stones-Titel Ruby Tuesday sehr erfolgreich. Der Weltweit größte Hit von Melanie wird What Have They Done To My Song, der ihr drei goldene Schallplatten einbringt.
Seit ihrem Auftritt in Woodstock hat die Sängerin fast jedes Jahr ein Album veröffentlicht, die größtenteils von ihrem Ehemann Peter Schekeryk produziert werden. Die beiden haben drei Kinder, die auch im Musikgeschäft tätig sind: Leilah, Jeordie und Beau Jarred Schekeryk. Außerdem haben sie zwei Enkel.
Sie tourt noch immer fast jedes Jahr und wird dabei oft von ihrem Sohn Beau Jarred als Gitarrist begleitet.

Millie

Millie ist eine der ersten Interpretinnen aus dem westindischen Raum die einen internationalen Hit hat. Sie wird am 06.10.1946 als Millicent Smith auf Jamaica geboren. My Boy Lollipop, eine Mischung aus Reggae, Ska und Bluebeat wird 1964 Nr.2 in GB und USA und Nr.5 in Deutschland. Millie hat noch zwei Top-50-Erfolge, danach ist sie wieder verschwunden. Sie bildet später ein Duo mit Jackie Edwards als Jackie & Millie und veröffentlicht Nacktfotos in einem Herrenmagazin. Beides hat ihrer Karriere aber wenig geholfen.

Joni Mitchell

Die kanadische Liedermacherin Joni Mitchell, geboren am 07.11.1943, ist neben ihrer Musik eine sehr gute Malerin. Geboren wird sie im kanadischen Bundesstaat Alberta, arbeitet aber ursprünglich in Toronto und Westkanada.
Allgemein wird Joni Mitchell aber mit der rasch wachsenden Folk-Musik-Szene Mitte der 60er Jahre in New York in Verbindung gebracht.
Ab Mitte der 70er Jahre geht sie musikalisch Richtung Pop und Jazz und wird zu einer der herausragenden Singer-Songwriterin. Joni Mitchell ist mehrfache Grammy-Gewinnerin und erhält die Auszeichnung „Order Of Canada“, einen Doktorgrad der Musik.
Wie bereits erwähnt ist sie eine hervorragende Malerin. Sie gestaltet jedes Cover ihrer Alben selbst, egal ob Fotografie oder Zeichnung/Malerei.
Die unverblümte Kritik der Musikindustrie, sie hätte ihr Musikschaffen während der vergangenen Jahre aufgegeben und konzentriere sich „nur“ noch auf ihre Arbeit als visuelle Künstlerin, entspricht nicht ganz der Wahrheit.
Mit „Shine“ erscheint 2007 ihr letztes Studio-Album.

Alison Moyet

Die britische Pop-Sängerin Alison Moyet ist vor allem in den 80ern sehr erfolgreich. Ihre ausdrucksstarke Blues-Stimme kennzeichnet die am 18.06.1961 in Essex geborene Künstelerin. Ihre Banbdbreite reicht von Punk-Rock, anspruchsvollen Pop, Chanson bis hin zum Blues.
Anfang der 1980er-Jahre sucht Alison Moyet per Zeitungsinserat Partner zur Gründung eines eigenen Projekts. Sie findet ihn in Ex-Depeche Mode-Keyboarder Vince Clarke. Gemeinsam gründen sie das Synthie-Pop-Projekt Yazoo. Ihre Debütsingle Only You erreicht auf Anhieb Platz 2 der UK-Charts.
Für den amerikanischen Markt erfolgt dann eine Namensänderung in Yaz. Bereits 1983 trennen sich Yazoo aufgrund unterschiedlicher musikalischer Auffassungen. Alison Moyet startet ihre Solo-Karriere.
Mit ihrer leidenschaftlichen, souligen Alt-Stimme, produziert in gefälligem Popsound, kann die Sängerin zunächst an die Yazoo-Erfolge anknüpfen. Ende 1985 erreicht die Single For You Only in Deutschland einen siebten Platz und damit Moyets höchste Platzierung in den deutschen Charts.
Danach zieht sie sich zunächst ins Privatleben zurück.
In den 90ern kann Moyet im Musikgeschäft kaum mehr Fuß fassen. Nur ihre Kollektion mit Singles, auf der nur zwei neue Titel zu finden waren, aber alle Hits von Yazoo, stürmt wieder die Charts.
2004 erscheint das sehr schwermütige Album Voice, welches wieder nur in Großbritannien erfolgreich wird, dort aber eine Top-Ten-Platzierung und Gold-Status erreicht.
Ende Mai 2008 steht Alison Moyet zum ersten Mal seit 25 Jahren wieder gemeinsam mit Vince Clarke als Yazoo auf die Bühne.

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