Interpretinnen - S
Sabrina
Die italienische Disco-Sängerin Sabrina taucht 1987 in den internationalen Charts auf.
Am 15.03.1968 als Sabrina Salerno in der italienischen Hafenstadt Genua geboren, ist sie 1986 in Italien mit dem Titel Sexy Girl zum ersten Mal in den Charts.
Der internationale Durchbruch folgt dann 1987 mit der Single „Boys“.
Das Markenzeichen der Sängerin ist der sehr körperbetonte und energievolle Einsatz bei Live-Auftritten sowie in Musikvideos, welcher mit sehr sparsamer und nicht immer strapazierfähigen Kleidung unterstrichen wird.
Zusammen mit Jerry Calà spielt sie 1989 in dem Film „Fratelli d’Italia“.
International verschwindet Sabrina in der Versenkung und ist inzwischen Mutter eines Sohnes.
Sandra
Bereits im Alter von 12 Jahren will Sandra Ann Lauer Sängerin werden.
Geboren wird sie am 18.05.1962 in Saarbrücken. Vor allem in den 80ern kann die Sängerin unter dem Namen Sandra große Erfolge feiern.
Entdeckt wird Sandra 1974 von dem Musikproduzenten George Roman, der mit ihr die Single „Andy mein Freund“ aufnimmt, die aber erst 1976 veröffentlicht wird.
Der Erfolg bleibt zwar aus, doch bedeutet diese Veröffentlichung Sandras Einstieg als Lead-Sängerin in das Mädchen-Trio Arabesque. Während die Girl-Group in Europa nur Achtungserfolge erzielt, erreichen sie in Japan die Popularität von ABBA. Das Trio veröffentlicht in Japan 13 Alben und 30 Singles. Während dieser Zeit lernt Sandra den Komponisten und Produzenten Michael Cretu kennen und die beiden heiraten 1988.
Nach dem Ausstieg bei Arabesque nimmt Sandra 1984 ihre erste Solosingle auf: „Japan ist weit“, eine deutsche Version von Alphavilles „Big In Japan“. Produziert wird sie von Michael Cretu. Der Erfolg kommt dann mit ihrem nächsten Song, „(I’ll Never Be) Maria Magdalena“. Die Single wird ein großer internationaler Erfolg und erreicht in 21 Ländern Platz eins und kommt in fünf weiteren Ländern in die Top Ten. Sandra ist somit weltweit erfolgreich.
1986 kommt Sandra mit „In the Heat of the Night“ beim „Tokyo Song Contest“ den zweiten Platz. Es folgen viele weitere Hits, meist im Gespann Michael Cretu/Hubert Kah. Sandra hat mehrere Hits in Mexiko, Israel, Brasilien, Griechenland, Frankreich, Russland und Schweden.
1990 ist sie als Sängerin an Cretus Projekt Enigma beteiligt. Danach wird es ruhig um Sandra, erst 2004 kommt sie auf die Bühne zurück, allerdings ohne großen Erfolg.
Helen Shapiro
Noch während ihrer Schulzeit wird die Sängerin und Schauspielerin Helen Shapiro wegen ihrer männlichen Stimme Nebelhorn genannt. Mit 15 Jahren steht die am 28.09.1946 in Bethnal Green, London geborene Künstlerin mit Treat Me Like A Child auf Platz drei in den britischen Charts. Mit hochtoupierten Haaren und Glockenrock-Cocktailkleid wird sie am Anfang ihrer Karriere auf älter getrimmt. Mit You Don´t Know und Walking Back To Happiness hat Helen 1961 die einzigen Nr.1-Hits. Nach zwei weiteren Top-10-Erfolgen 1962 beginnt der Stern von Helen Shapiro zu sinken. In den 80ern orientiert sich Helen mehr in Richtung Jazz.
Sandie Shaw
Ihre grosse Zeit hat Sandie Shaw zwischen 1964 und 1969. Am 27.04.1947 als Sandra Goodrich in Dagenham, Essex geboren, hat Sandie nur einen Wunsch; sie will als Sängerin auf die Bühne. So kämpft sie sich bei einem Konzert von Adam Faith bis in dessen Garderobe durch und singt ihm vor. Sandie beeindruckt ihn derart, dass er sie unter Vertrag für seine Managementfirma nimmt. Die schlanke, grosse und gutaussehende Künstlerin entspricht genau dem Bild der Sängerinnen der 60er. Ihr Markenzeichen barfuss aufzutreten, wird zuerst für einen Reklamegag gehalten, aber Sandy ist so stark kurzsichtig, dass sie Angst hat mit hohen Absätzen aufzutreten und zu stürzen. Ihre erste Hitnotierung ist gleich ein Nummer-1-Hit. Mit (There´s) Allways Something There To Remind Me von Bacharach/David ist im Oktober 1964 in GB an der Spitze. Weitere sieben Mal taucht die Sängerin bis 1969 in den Top-10 auf. Fast alle Hits werden von Chris Andrews geschrieben. Mit der Christian Bruhn Komposition Monsieur Dupont steht sie 1969 letzmalig in den Top-10.
Nancy Sinatra
Die US-amerkikanische Sängerin Nancy Sandra Sinatra (* 8. Juni 1940 in Jersey City, New Jersey) ist eine US-amerikanische Sängerin ist die Tochter des Sängers Frank Sinatra und seiner ersten Ehefrau Nancy Barbato.
Den Höhepunkt ihrer Karriere feiert sie mit einer Reihe von Pop-Hits in den späten 60ern. Ihr größter Hit ist These Boots Are Made For Walking, geschrieben von Lee Hazlewood, der unter anderem von Loretta Lynn, The Supremes, Boys Next Door, Jessica Simpson, 7 Seconds, Megadeth und Government Issue gecovert wird.
Nancy singt im Duett mit ihrem Vater Somethin’ Stupid, Nr. 4 in Deutschland, das 2001 von Robbie Williams und Nicole Kidman neu aufgenommen wird. Zum James-Bond-Film Man lebt nur zweimal steuert sie den Titelsong You Only Live Twice (auch der Originaltitel des Films) bei.
Nancy Sinatra spielt außerdem die weibliche Hauptrolle in einigen Filmen, u.a. in Speedway (1968) mit Elvis Presley, kann sich jedoch nie als Schauspielerin durchsetzen. Der als Horrorspezialist in B-Movies bekannte Roger Corman dreht mit ihr 1966 The Wild Angels einen Vorläufer des späteren Easy Rider (1966). Nancy Sinatra kommentiert den Film 2003 nach einer Wiederaufführung in Los Angeles: „Mit diesem Film begann meine hoffnungsvolle Filmkarriere und endete zugleich.“
Dusty Springfield
Dusty Springfield beginnt ihre musikalische Karriere in der Formation Lana Sisters und gründet dann Anfang der 60er mit ihrem Bruder Tom und Tim Field das Folk-Trio The Springfields. Ab Herbst 1963 arbeitet die als Mary O´Brien am 16.04.1939 in Hampstead, London geborene Dusty als Solistin. Mit I Only Want To Be With You ist sie im Oktober 1963 das erste Mal in den Top-10. Mit You Don´t Have To Say You Love Me ist Dusty 1966 an der Spitze der UK-Charts und zudem auf Platz vier in den USA. Bis 1968 hat sie weitere zehn Top-Ten-Hits. Dann wird es zunächst ruhig um die Sängerin. 1987 taucht Dusty Springfield mit What Have I Done To Deserve This in den Top-10 in GB, USA und Deutschland wieder auf. Zusammen mit den Pet Shop Boys hat Dusty mit In Private 1990 letzmalig in der Top-10. Am 02.03.1999 stirbt Dusty Springfield an Brustkrebs.
Donna Summer
Donna Summer, (geboren am 31.12.1948 als LaDonna Andrea Gaines), ist ab Mitte der 70er bis Ende der 80er die ungekrönte Disco-Queen. Ihre Karriere beginnt sie in der Gruppe Crown, 1967 kommt Donna nach Europa, spielt im Münchener-Ensemble des Musiclas Hair und danach an der Volksoper in Wien in den Stücken Porgy And Bess und Showboat.
Die Songschreiber und Produzenten Georgio Moroder und Pete Belotte entdecken die Sängerin. Ende 1975 hat Donna Summer mit Love To Love You Baby einen Millionseller. Die Aufnahme belegt Platz zwei in den USA, steht in GB auf Position vier und wird Nr. 6 in Deutschland. In den USA bringt es die Sängerin auf zehn Millionseller und erreicht dort zweimal Platinstatus. Allein in den USA, GB und Deutschland ist die Künstlerin 18mal in den Top-10 und singt 1979 zusammen mit Barbara Streisand den Hit No More Tears. Neben Moroder/Belotte arbeitet sie auch mit Quincy Jones und Stock/Aitken/Waterman zusammen. Nebenher arbeitet Donna Summer als Schauspielerin und hat sich inzwischen auch als Malerin und Lithographin einen Namen gemacht.






